de.wedoany.com-Bericht: Am 15. Juni wurde die Betonverkleidung der zweiten Phase des Staudamms des weltweit höchsten Kraftwerks mit einer Betonoberflächendichtung (CFRD) – des Wasserkraftwerks Lawa am Jinsha-Fluss von Huadian – erfolgreich fertiggestellt. Das Hauptbauwerk des Damms befindet sich nun in der Endphase des Abschlusses.
Das Wasserkraftwerk Lawa liegt am Hauptstrom des Jinsha-Flusses an der Grenze zwischen dem Kreis Batang in der Provinz Sichuan und dem Kreis Mangkang im Autonomen Gebiet Tibet. Es ist ein wichtiger Bestandteil des im nationalen „15. Fünfjahresplan" als Schwerpunktprojekt geführten integrierten Wasser-Solar-Energieclusters am oberen Jinsha-Fluss. Die installierte Gesamtleistung beträgt 2.000 MW, die maximale Dammhöhe 242,5 Meter – es ist das weltweit höchste CFRD-Kraftwerk seiner Art.
Während des Betonierens der zweiten Phase der Verkleidung meisterte das Projektteam Herausforderungen wie einen Höhenunterschied von 95 Metern, eine steile Böschung von 34,5 Grad, 187 Meter lange Verkleidungsplatten und häufig auftretende Winde der Stärke 9. Mit dem Ziel, einen „nahtlosen Damm" zu errichten, konzentrierte man sich auf technische Durchbrüche bei Schlüsselprozessen wie dem Transport über extrem lange Rutschen, der Temperaturkontrolle des Betons, der Optimierung der Mischungsverhältnisse und der Kontrolle der Verdichtungsdichte. Erstmals wurde ein ternäres Rissverhinderungssystem aus niedrigwärmigem, niedrigalkalischem Zement, VF-Rissverhinderer und Basaltfasern integriert angewendet. Zum Einsatz kamen Schutzverfahren wie „Isolierhüllen für Betonmischer + Wärmezelte an den Auslassöffnungen + Isolierwolle für die Rutschen". Bei hohen Temperaturen wurde der Beton mit Geotextilien feucht gehalten, mit Plastikfolien wasserdicht abgedeckt und mit fließendem Wasser gekühlt; bei niedrigen Temperaturen wurde er mit Decken isoliert und mit einem Sprühpflegemittel gegen Risse behandelt. Dadurch konnte der Setzmaßverlust des Betons in der Rutsche effektiv auf 10–20 mm begrenzt, die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen auf unter 20 °C gehalten und die Ebenheitsabweichung auf unter 2 cm reduziert werden. Die Druckfestigkeit, Dichtigkeit, Frostbeständigkeit und andere Indikatoren der Verkleidungsplatten übertrafen alle die Konstruktionsstandards.
Berichten zufolge arbeitet das Wasserkraftwerk Lawa mit Hochdruck auf das Ziel der Schließung der Einlassorgane und des Einstaus hin. Nach der vollständigen Inbetriebnahme wird die durchschnittliche jährliche Stromerzeugung etwa 9 Milliarden kWh betragen. Der erzeugte Strom wird über die erste Ultrahochspannungs-Gleichstromleitung, die in die Hochlandregion Tibets führt, in die zentralchinesische Region transportiert werden. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von 4,71 Millionen Haushalten. Jährlich können dadurch etwa 2,77 Millionen Tonnen Standardkohle eingespart und die CO₂-Emissionen um 7,41 Millionen Tonnen reduziert werden, was die Energiewende in Zentralchina und die qualitativ hochwertige wirtschaftliche Entwicklung in Sichuan und Tibet vorantreiben wird.
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