de.wedoany.com-Bericht: ByteDance verhandelt mit dem Shanghaier Unternehmen Iluvatar CoreX über den Kauf von KI-Inferenz-Chips und erwägt zudem, Produkte von Baidus Kunlunxin zu erwerben. Sollte die Vereinbarung zustande kommen, würde Iluvatar CoreX nach Huawei und Cambricon zum dritten inländischen Grafikprozessor- (GPU) Lieferanten von ByteDance werden.

Zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen erklärten, dass die TikTok-Muttergesellschaft ByteDance auch den Einsatz von Baidus Kunlunxin-Chips erwägt, während Tencent bereits Kunde von Kunlunxin ist. Diese Entwicklungen zeigen, dass Chinas Bemühungen, einheimische Chips als Ersatz für ausländische Produkte zu etablieren, vor dem Hintergrund der US-Exportkontrollen für fortschrittliche Chips an Marktaufmerksamkeit gewinnen. Wie Reuters im April berichtete, haben chinesische GPU- und KI-Chip-Hersteller im Jahr 2024 bereits rund 41 % des inländischen Marktes für KI-Beschleuniger-Server erobert und damit die Dominanz von Nvidia in diesem wichtigen Auslandsmarkt geschwächt. Nvidia-CEO Jensen Huang erklärte, dass sein Marktanteil in China tatsächlich auf null gesunken sei, während Tencent-Chefstrategie James Mitchell im Mai sagte, dass chinesische KI-Chips in der zweiten Jahreshälfte in großen Stückzahlen auf den Markt kommen würden.
Informationsquellen zufolge wird das führende inländische GPU-Start-up Iluvatar CoreX voraussichtlich in diesem Jahr mindestens 50.000 Chips an ByteDance ausliefern, die überwiegend für Inferenz-Workloads eingesetzt werden. Grund dafür ist, dass ByteDance seinen Kundenstamm für den KI-Chatbot „Doubao“ erweitert. Inferenz umfasst die Beantwortung von Abfragen und unterscheidet sich vom Training von KI-Modellen, das auf die leistungsstärksten Chips angewiesen ist. Die Details des genannten Geschäfts sind noch nicht endgültig festgelegt und unterliegen weiterhin Änderungen.
Eine Zusammenarbeit mit ByteDance wäre ein bedeutender Meilenstein für Iluvatar CoreX. Informationsquellen zufolge hat sich das Unternehmen aus Shanghai bisher hauptsächlich auf die Belieferung öffentlicher Ausschreibungen konzentriert. Iluvatar CoreX ging im Januar dieses Jahres an die Hongkonger Börse und erzielte 2025 einen Umsatz von 1 Milliarde Yuan (etwa 148 Millionen US-Dollar), wovon rund 90 % auf GPU-Verkäufe entfielen. Laut der Unternehmenswebsite ist die Tiangai-Serie speziell für KI-Training ausgelegt, während die Zhikai-Serie für Inferenzaufgaben konzipiert ist. Einem Forschungsbericht von Huatai Securities zufolge wird der Umsatz von Iluvatar CoreX in diesem Jahr voraussichtlich 3,04 Milliarden Yuan (etwa 449,8 Millionen US-Dollar) erreichen, und die Gesamtauslieferungen sollen um 139 % auf über 100.000 Chips steigen. Die Investmentbank schätzt den durchschnittlichen Verkaufspreis eines Zhikai-Inferenzchips auf 12.000 Yuan (etwa 1.775 US-Dollar).
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