de.wedoany.com-Bericht: Die mexikanische Bundesregierung hat im Rahmen des „Wohnungsbauprogramms für das Wohlergehen“ (Vivienda para el Bienestar) bereits 274.000 Wohnungen im Bau und über 604.000 Verträge unterzeichnet, was etwa einem Drittel des Sechs-Jahres-Ziels von 1,8 Millionen Wohneinheiten entspricht. Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, dass das Programm wie geplant voranschreite und durch den Bau neuer Wohnungen, Wohnungsverbesserungen und die Regularisierung von Grundstücken bereits Millionen von Mexikanern zugutekomme. Davon seien 24.500 Wohneinheiten übergeben worden, und die laufenden Projekte in allen 32 Bundesstaaten sollen in der zweiten Jahreshälfte beschleunigt vorangetrieben werden.

Das „Wohnungsbauprogramm für das Wohlergehen“ ist eine der sozialen Initiativen der Regierung Sheinbaum. Es zielt darauf ab, in der aktuellen Amtszeit 1 Million neue Wohnungen zu bauen, 1 Million Grundbuchauszüge zu übergeben, 1 Million Wohnungsverbesserungsmaßnahmen durchzuführen und 800.000 Wohnungsbaudarlehen zu fördern, um einkommensschwachen Familien, Frauen, indigenen Gemeinschaften, älteren Menschen und anderen benachteiligten Gruppen den Zugang zu angemessenem Wohnraum zu verbessern.
Die Ministerin für Land, Territorium und Stadtentwicklung (SEDATU), Edna Vega, berichtete, dass die im Bau befindlichen Wohnungen voraussichtlich rund 2,1 Millionen Menschen zugutekommen werden. Für über 604.000 Wohneinheiten seien die Vertragsprozesse abgeschlossen, sodass der Bau in den kommenden Monaten beginnen könne. Die Fortschritte variieren je nach Bundesstaat: Die Bauprojekte in Tabasco, Quintana Roo und Yucatán liegen vorn, während Mexiko-Stadt, Baja California Sur und Jalisco aufgrund von Verzögerungen bei der Grundstücksbereitstellung und dem Erwerb von Reserven hinterherhinken.
Neben dem Neubau hat die Strategie zur Wohnungsverbesserung bereits über 32 % des langfristigen Ziels erreicht. Gleichzeitig wurden im Rahmen der Bemühungen, Hausbesitzern rechtliche Sicherheit zu bieten, fast 293.000 Grundbuchauszüge übergeben. Das Nationale Institut für nachhaltiges Land (INSUS) berichtete, dass über 715.000 Familien an Regularisierungsverfahren für Grundstücke teilnehmen, was die ursprünglichen Erwartungen für diese Phase übertrifft. Fast zwei Drittel der abgeschlossenen Regularisierungsmaßnahmen wurden auf den Namen von Frauen eingetragen.
Die aktuellsten Baufortschrittsaktualisierungen folgen auf kürzliche Wohnungsübergaben in den Bundesstaaten Puebla und Morelos, bei denen Präsidentin Sheinbaum Häuser und Grundbuchauszüge übergab. Die Regierung betont, dass Wohnraum als soziales Recht und nicht als rein marktgetriebenes Gut betrachtet wird. Die Bundesbehörden erklärten, dass die Sicherstellung klarer Eigentumsdokumente für Familien ebenso wichtig sei wie die Übergabe neuer Wohnungen, insbesondere in Gemeinschaften, die historisch unter unregelmäßigen Landbesitzverhältnissen litten.
Die Regierung betrachtet das Wohnungsbauprogramm sowohl als soziales Wohlfahrtsprojekt als auch als Instrument der wirtschaftlichen Entwicklung. Man geht davon aus, dass der großflächige Wohnungsbau Arbeitsplätze in der Bau-Lieferkette schaffen und durch die Nachfrage nach Materialien, Transport und damit verbundenen Dienstleistungen die lokale Wirtschaft unterstützen kann. Die Regierung schätzte zuvor, dass die Wohnungsbauprojekte im Rahmen dieses Programms während der gesamten Amtszeit Hunderttausende direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen könnten.
Die wichtigsten mit der Umsetzung des Programms betrauten Institutionen weiten ihren Betrieb kontinuierlich aus. Die Nationale Wohnungskommission (CONAVI) berichtete, dass im Jahr 2025 der Bau von 82.000 Wohnungen begonnen und 114.000 Wohnungsverbesserungen unterstützt wurden. Für 2026 ist der Baubeginn von weiteren 73.000 Wohnungen sowie die Durchführung von 36.000 weiteren Verbesserungsmaßnahmen geplant. Der Generaldirektor des Fonds für den Wohnungsbau der Arbeitnehmer (Infonavit), Octavio Romero, erklärte, dass die Behörde Fortschritte bei der Umstrukturierung von Altlastenkrediten erzielt habe. Über 457.000 Darlehen seien vollständig getilgt worden, und Millionen weitere Darlehen seien in Tilgungspläne mit niedrigeren Festzinsen umgewandelt worden.
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