de.wedoany.com-Bericht: Amazon hat bei der kenianischen Kommunikationsbehörde den Betrieb von Kommunikations-Infrastruktur sowie eine 15-jährige internationale Gateway-Lizenz beantragt. Das Unternehmen plant den Bau von Bodenstationen im Land, um sein Satellitennetzwerk in niedriger Erdumlaufbahn zu unterstützen.

Amazon reichte den Antrag über seine lokale Tochtergesellschaft „Amazon Kuiper Kenya Limited" bei der Regulierungsbehörde ein. Derzeit hat das Unternehmen noch keine konkreten Standorte für die geplanten Bodenstationen bekannt gegeben.
Das Projekt, das zuvor als „Project Kuiper" bekannt war, wurde in „Amazon Leo" umbenannt. Als Satelliten-Internetdienst von Amazon in niedriger Erdumlaufbahn sind bereits mehrere hundert Satelliten im Orbit, die endgültige Ausbaustufe soll über 3.300 Satelliten umfassen. Amazon hatte zuvor angekündigt, weltweit mehr als 300 Bodenstationen zur Unterstützung dieses Netzwerks zu errichten.
Bei Genehmigung wären diese Bodenstationen die ersten Einrichtungen des Amazon-Leo-Dienstes in Afrika. Allerdings bietet der Cloud-Dienst-Zweig „Amazon Web Services (AWS)" bereits seit 2020 in Kapstadt, Südafrika, bodenstationsbezogene Dienste für Kunden an. Darüber hinaus besitzt der von Amazon übernommene Satellitenkommunikationsanbieter „Globalstar" ebenfalls Satelliten-Gateways in Gabun, Ruanda und Botswana.
Amazon hat bereits Vereinbarungen über den Leo-Dienst mit Vodafone, Vodacom, Verizon, NBN Co., Vrio sowie Delta Airlines und JetBlue unterzeichnet. Im Bergbausektor wird in der Kooperationsvereinbarung zwischen AWS und dem Bergbauunternehmen Gold Fields erwähnt, dass der Leo-Dienst zur Bereitstellung von Netzwerkanbindung in abgelegenen Minengebieten eingesetzt werden soll.
Auf der Wettbewerbsebene hat der Satellitenbetreiber in niedriger Erdumlaufbahn Starlink bereits 2025 eine Bodenstation in Nairobi, Kenia, errichtet, die sich möglicherweise in den Einrichtungen von IXAfrica befindet. Der wichtigste Telekommunikationshafen Kenias ist das Broglio Space Center, etwa 115 Kilometer nördlich von Mombasa in der Nähe von Malindi.
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