de.wedoany.com-Bericht: Die japanische Premierministerin Sanae Takaichi erklärte am Montag, sie hoffe, dass das seit langem verzögerte Brückenbauprojekt über die Straße von Messina in Italien so bald wie möglich beginnen könne, und fügte hinzu, dass japanische Unternehmen daran beteiligt seien, was die bilaterale Zusammenarbeit demonstriere.
Die 3,7 Kilometer (etwa 2,3 Meilen) lange Brücke, die die sizilianische Stadt Messina mit dem italienischen Festland verbindet, wird vom Eurolink-Konsortium geleitet. Zu den Mitgliedern des Konsortiums gehören der größte italienische Baukonzern Webuild, das japanische Unternehmen IHI sowie das spanische Unternehmen Sacyr.
Das Projekt wurde jahrelang durch eine Reihe von Problemen behindert, darunter Kritik, dass die Brücke die Umwelt schädigen und in dieser erdbebengefährdeten Region Risiken bergen könnte. Im Jahr 2012 wurde das Projekt im Rahmen der Sparpolitik der Regierung gestoppt, was das Konsortium dazu veranlasste, eine Entschädigungsforderung in Höhe von 700 Millionen Euro (etwa 811 Millionen US-Dollar) zu stellen, die nur bei Wiederaufnahme der Arbeiten zurückgezogen wird.
„Ich hoffe aufrichtig, dass dieses Brückenbauprojekt über die Straße von Messina, an dem japanische Unternehmen beteiligt sind, zu einem Vorzeigeprojekt wird, das die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern symbolisiert“, sagte Takaichi während ihres Besuchs in Rom. Sie äußerte sich nach einem Gespräch mit der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in der Villa Doria Pamphili aus dem 17. Jahrhundert. Die beiden werden anschließend gemeinsam am G7-Gipfel in Frankreich teilnehmen.
Takaichi fügte hinzu: „Ich hoffe auch, dass japanisches Fachwissen und Erfahrung zu seiner baldigen Verwirklichung beitragen können.“ Die Regierung Meloni ist der Ansicht, dass eine verbesserte Straßen- und Schienenanbindung für das Wirtschaftswachstum des weniger entwickelten Südens Italiens von entscheidender Bedeutung ist. Derzeit ist Sizilien durch Fähren mit dem Festland verbunden, die Fahrzeuge und Züge transportieren können.
Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass das Brückenprojekt – dessen Wert auf etwa 13,5 Milliarden Euro geschätzt wird – bald in Angriff genommen wird. Der italienische Rechnungshof (Court of Auditors) lehnte die Genehmigung des Projekts im letzten Jahr ab, mit der Begründung, es bestünden Zweifel an der Vereinbarkeit mit den EU-Wettbewerbsregeln, und wies darauf hin, dass die ursprüngliche Ausschreibung aus dem Jahr 2005 nur 3,8 Milliarden Euro betragen habe. Darüber hinaus erklärten Staatsanwälte in Rom letzte Woche, dass sie ein Korruptionsverfahren im Zusammenhang mit dem Brückenprojekt eingeleitet hätten, was die Bemühungen der Regierung zur Förderung des Projekts erneut überschattet.
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