Russische NUST MISIS entwickelt Ultraschallzerstäubungstechnologie zum Recycling von 3D-Druckabfällen
2026-06-16 15:02
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de.wedoany.com-Bericht: Ein Forscherteam der Nationalen Universität für Wissenschaft und Technologie „MISIS" (NUST MISIS) in Russland hat eine Ultraschallzerstäubungstechnologie entwickelt, mit der Metallabfälle aus der additiven Fertigung (3D-Druck) in wiederverwendbare kugelförmige Pulverpartikel umgewandelt werden können. Dies bietet einen neuen technologischen Weg für das Recycling von Abfällen im Bereich der metallischen additiven Fertigung.

Die Technologie wurde unter der Leitung von Leonid Fedorenko, leitender Ingenieur und Doktorand des Labors für additive Fertigung der NUST MISIS, entwickelt. Sie zielt gezielt auf ungenutzte Metallabfälle ab, die nach dem 3D-Druck nicht in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können. Das Funktionsprinzip ist wie folgt: Nach dem Schmelzen der Metallabfälle unter Lichtbogeneinwirkung fließt das flüssige Metall auf eine Oberfläche, die mit einer Frequenz von bis zu 50.000 Mal pro Sekunde vibriert. Die Schmelztröpfchen erstarren in einer Schutzgasatmosphäre aus Argon augenblicklich und bilden so kugelförmige Pulver mit extrem kleiner Partikelgröße.

Die Nationale Universität für Wissenschaft und Technologie „MISIS" (NUST MISIS), gegründet 1918, ist eine führende russische Hochschule im Bereich Metallurgie und Materialwissenschaften. Ihr Labor für additive Fertigung forscht seit langem an Metall-3D-Druckverfahren und Pulverherstellung. Fedorenko konzentriert sich derzeit auf die Herstellung und das Recycling von Metallpulvern.

Derzeit wird die Technologie an gängigen Legierungen getestet, um die Konzeptwirksamkeit zu validieren. Das Forscherteam gibt an, dass die neue Methode im Bereich der additiven Fertigung mit Edelmetallen (wie Platin) eine hohe Anwendbarkeit aufweisen wird. Kugelförmiges Metallpulver ist der Kernrohstoff der additiven Fertigung; seine Partikelgröße, Sphärizität und Fließfähigkeit beeinflussen direkt die Qualität der gedruckten Teile. Während die durch herkömmliche Gaszerstäubung hergestellten Pulver oft unregelmäßige Formen aufweisen, ermöglicht die Ultraschallzerstäubungstechnologie Pulver mit hoher Sphärizität, was theoretisch zur Verbesserung der Dichte und der mechanischen Eigenschaften der gedruckten Teile beiträgt.

Sollte die Technologie im großen Maßstab eingesetzt werden, könnte sie die Rohstoffkosten der metallischen additiven Fertigung senken und die industrielle Umsetzung des Abfallrecyclings und der Wiederverwendung vorantreiben.

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