Deutscher Industriekonzern thyssenkrupp schließt Verkauf der restlichen 15 % an AST an italienischen Edelstahlproduzenten Arvedi ab
2026-06-16 15:28
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de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Industriekonzern thyssenkrupp AG hat den Verkauf seiner verbleibenden 15 %-Beteiligung an dem italienischen Edelstahlproduzenten Acciai Speciali Terni S.p.A. (AST) an die italienische Arvedi Group abgeschlossen. Mit Abschluss dieser Transaktion wird die Arvedi Group alleiniger Eigentümer von AST. Der Verkauf bringt thyssenkrupp einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag an Barmitteln ein und trägt zur weiteren Stärkung der Liquidität des Unternehmens bei.

Die thyssenkrupp AG mit Hauptsitz in Essen, Deutschland, ist ein diversifizierter Industriekonzern mit Geschäftsbereichen in Stahl, Werkstoffen, Industrielösungen und Schiffssystemen. Die Arvedi Group mit Hauptsitz in Cremona, Italien, ist eines der führenden Stahlunternehmen Europas und spezialisiert auf die Produktion von Flachstahl und Edelstahlprodukten. AST mit Sitz in Terni, Umbrien, in Mittelitalien, ist ein Edelstahlproduzent mit über 135-jähriger Geschichte. Das Unternehmen produziert jährlich rund 1 Million Tonnen Edelstahlbleche im Elektrolichtbogenofen-Verfahren und zählt zu den führenden europäischen Herstellern von Edelstahlflachprodukten.

Der Aktienverkauf ist der letzte Schritt des im Jahr 2021 zwischen beiden Parteien vereinbarten Desinvestitionsabkommens. Im September 2021 gab thyssenkrupp den Verkauf von AST sowie der zugehörigen Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Italien und der Türkei an die Arvedi Group bekannt. Nach Abschluss der Transaktion behielt thyssenkrupp eine Minderheitsbeteiligung von 15 % an AST, um die operative Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer während der Übergangsphase zu unterstützen. Mit dem Verkauf der restlichen Anteile wird die Transaktion planmäßig abgeschlossen. Volkmar Dinstuhl, Mitglied des Vorstands der thyssenkrupp AG, erklärte, der Abschluss des Verkaufs markiere einen wichtigen Schritt zur weiteren Verschlankung des Geschäftsportfolios und zur Stärkung der strategischen Schwerpunkte des Konzerns, und schaffe gleichzeitig größere finanzielle Flexibilität für die fortlaufende Transformation des Unternehmens.

Diese Desinvestition ist Teil einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung der thyssenkrupp-Gruppe im Rahmen der „ACES 2030“-Strategie. Diese Strategie zielt darauf ab, den Konzern in eine Finanzholding umzuwandeln, deren einzelne Geschäftsbereiche unabhängig operieren, jedoch einer einheitlichen Unternehmensstruktur folgen. Durch diese Transaktion fokussiert sich thyssenkrupp weiter auf sein Kerngeschäft und optimiert sein Vermögensportfolio.

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