de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Industriekonzern thyssenkrupp AG gab am 10. Juni 2026 bekannt, dass er den Verkauf seiner verbleibenden 15-Prozent-Beteiligung an dem italienischen Edelstahlproduzenten Acciai Speciali Terni S.p.A. (AST) an die italienische Arvedi Group abgeschlossen hat. Mit Abschluss dieser Transaktion wird die Arvedi Group alleiniger Eigentümer von AST. Der Verkauf beschert thyssenkrupp einen Mittelzufluss in Höhe von mehreren zehn Millionen Euro und trägt zur weiteren Stärkung der Liquidität des Unternehmens bei.
Die thyssenkrupp AG mit Hauptsitz in Essen, Deutschland, ist ein diversifizierter Industriekonzern, der in den Bereichen Stahl, Werkstoffe, Industrielösungen und Schiffsysteme tätig ist. Die Arvedi Group mit Hauptsitz in Cremona, Italien, zählt zu den führenden Stahlunternehmen Europas und ist auf die Herstellung von Flach- und Edelstahlprodukten spezialisiert. AST mit Sitz in Terni, in der mittelitalienischen Region Umbrien, ist ein Edelstahlproduzent mit über 135 Jahren Geschichte. Das Unternehmen setzt das Elektrolichtbogenofen-Verfahren ein und produziert jährlich rund eine Million Tonnen Edelstahlbleche, womit es zu den führenden Herstellern von Edelstahlflachprodukten in Europa gehört.
Der Aktienverkauf stellt den letzten Schritt des im Jahr 2021 zwischen den beiden Parteien vereinbarten Desinvestitionsabkommens dar. Im September 2021 gab thyssenkrupp den Verkauf von AST sowie der dazugehörigen Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Italien und der Türkei an die Arvedi Group bekannt. Nach Abschluss der Transaktion behielt thyssenkrupp eine Minderheitsbeteiligung von 15 Prozent an AST, um die operative Zusammenarbeit mit dem neuen Eigentümer während der Übergangsphase zu unterstützen. Mit dem Verkauf der verbleibenden Anteile wird die Transaktion planmäßig abgeschlossen. Volkmar Dinstuhl, Mitglied des Vorstands der thyssenkrupp AG, erklärte, der Abschluss des Verkaufs markiere einen wichtigen Schritt der Gruppe zur weiteren Verschlankung ihres Geschäftsportfolios und zur Stärkung ihrer strategischen Schwerpunkte und schaffe gleichzeitig größere finanzielle Flexibilität für den anhaltenden Wandel des Unternehmens.



Diese Desinvestition ist Teil einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung der thyssenkrupp-Gruppe im Rahmen ihrer „ACES 2030"-Strategie. Diese Strategie zielt darauf ab, den Konzern in eine Finanzholding umzuwandeln, deren einzelne Geschäftsbereiche unabhängig operieren, jedoch einer einheitlichen Unternehmensstruktur folgen. Durch diese Transaktion fokussiert sich thyssenkrupp weiter auf sein Kerngeschäft und optimiert sein Vermögensportfolio.
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