Australisches ECT schließt Bau einer 22-kW-Pilotanlage für schnelle elektrothermische Mineralisierung ab
2026-06-16 16:17
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de.wedoany.com-Bericht: Environmental Clean Technologies Ltd (ASX:ECT, OTC:ECTHF) hat den Bau seiner Pilotanlage für die schnelle elektrothermische Mineralisierung (Rapid Electrothermal Mineralisation) abgeschlossen und damit einen entscheidenden Schritt in Richtung kommerzieller In-situ-PFAS-Sanierung gemacht.

Die modernisierte Pilotanlage hat eine Ausgangsleistung von 22 Kilowatt, etwa das 18-fache des Laborprototyps von ECT, und zielt darauf ab, PFAS in kontaminierten Böden und granulierter Aktivkohle schneller und energieeffizienter zu zerstören.

ECT gibt an, dass das System bei 170 Kilohertz und 2.200 Volt arbeitet, während der Laborprototyp bei 70 Kilohertz und 500 Volt betrieben wurde. Die höhere Spannung und Frequenz sollen den Stromfluss im Boden verbessern und dadurch die Behandlungseffizienz steigern.

Ein wesentliches Merkmal des neu gestalteten Systems ist der Betrieb ohne leitfähige Zusatzstoffe wie Biokohle, die in früheren Laboraufbauten verwendet wurden, um den Stromfluss durch kontaminierte Böden zu unterstützen. ECT erklärt, dass der Wegfall der Zusatzstoffe durch die Senkung von Kosten und Komplexität ein Haupthindernis für großflächige In-situ-Anwendungen beseitigt.

Im Vergleich zur Laboranordnung ist die Pilotanlage um etwa 50 % kleiner und etwa 75 % leichter, was sie für den Einsatz auf mehreren kontaminierten Standorten besser geeignet macht.

Chief Technology Officer Justin Sharp erklärte, dass die Fertigstellung der Pilotanlage den Übergang von der Konzeptvalidierung im Labor zu einem vor Ort einsetzbaren System markiere. Er wies darauf hin, dass dies das System sei, auf das das Team an der Rice University seit Jahren hinarbeite; die sprunghafte Steigerung der Ausgangsleistung habe die kommerzielle In-situ-Bodensanierung ermöglicht, die langjährige Herausforderung, ohne leitfähige Zusatzstoffe oder feste Infrastruktur ausreichend Strom in den Boden zu leiten, sei überwunden, was die kommerzielle Machbarkeit der Technologie erheblich verbessere. Ebenso wichtig sei, dass die Verringerung von Größe und Gewicht der Anlage den Einsatz auf kontaminierten Standorten praktikabler mache, da sie in vorhandene kommerzielle Gebäude und landwirtschaftliche Geräte eingebaut werden könne. Mit der Fertigstellung der Pilotanlage verlagere sich der Schwerpunkt auf die Validierung und die Felddemonstration, die für die zweite Jahreshälfte geplant sei.

Die schnelle elektrothermische Mineralisierung ist ein Verfahren von ECT, bei dem über Elektroden hohe Spannungen und hohe Ströme angelegt werden, um PFAS in kontaminierten Böden und granulierter Aktivkohle zu zerstören. Der Prozess erzeugt Temperaturen von über etwa 1.000 Grad Celsius, um die Kohlenstoff-Fluor-Bindungen in PFAS aufzubrechen und in inerte Fluoridsalze umzuwandeln. Frühere Labortests zeigten, dass das System Demineralisierungseffizienzen von über 96 % und eine Entfernungsrate von Perfluoroctansäure von bis zu 99,98 % erreichte.

ECT validiert derzeit die Pilotanlage auf den Pfaden Boden und granulierte Aktivkohle; die erste Feldpilotdemonstration ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, vorausgesetzt die Validierung ist erfolgreich.

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