de.wedoany.com-Bericht: Die staatliche Elektrizitätsgesellschaft Äquatorialguineas (SEGESA) plant eine Expansion in den Bereich der digitalen Infrastruktur. Durch die Nutzung der entlang ihres Stromnetzes verlegten, rund 2.000 Kilometer langen Glasfaserkabel sollen neue Einnahmequellen erschlossen werden. Am Freitag, dem 12. Juni, schlug Vizepräsident Teodoro Nguema Obiang Mangue bei einem Treffen mit den Verantwortlichen des staatlichen Unternehmens in Malabo die Gründung einer speziellen Einrichtung vor, die für die Verwaltung und den kommerziellen Betrieb des nationalen Glasfasernetzes zuständig sein soll.

SEGESA treibt derzeit das Modernisierungsprojekt des nationalen Stromnetzes voran. Das Unternehmen nutzt die entlang seiner Infrastruktur verlegten Glasfaserkabel, um die Netzüberwachung, das Abrechnungsmanagement, die Betriebsverfolgung und die allgemeine Serviceeffizienz zu verbessern. Die Behörden sind der Ansicht, dass diese Investitionen auch als Grundlage für die Entwicklung fortschrittlicher Technologien wie Breitband und 5G dienen können. Neben der Deckung des Eigenbedarfs plant SEGESA nun, diese Infrastruktur kommerziell zu nutzen und sie anderen Marktteilnehmern wie Telekommunikationsanbietern zu öffnen, um die Einnahmequellen zu diversifizieren und die digitale Anbindung des Landes zu stärken.
Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen in Äquatorialguinea wächst. Laut Daten von DataReportal gab es Anfang 2025 etwa 1,16 Millionen Internetnutzer im Land, was einer Verbreitung von 60,4 % der Bevölkerung entspricht. Die Zahl der Internetnutzer stieg innerhalb eines Jahres um 28.000. Dies spiegelt eine kontinuierlich steigende Nutzungsrate digitaler Dienste in Haushalten, Unternehmen und der Verwaltung wider. Ähnliche Initiativen gibt es auch in anderen Ländern, wie beispielsweise in Kenia, wo das staatliche Stromübertragungsunternehmen KETRACO einen Teil seiner Glasfaserkapazitäten kommerzialisiert und an Telekommunikationsanbieter verkauft, um zusätzliche Einnahmen zu erzielen und den Breitbandausbau zu unterstützen.
Für die Behörden Äquatorialguineas birgt dieses Projekt ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial. Der Vizepräsident berief sich auf eine von Huawei durchgeführte Studie, die schätzt, dass diese Infrastruktur für das staatliche Unternehmen einen Mehrwert schaffen könnte. Er schlug die Gründung einer speziellen Einrichtung vor, die über die entsprechenden technischen Fähigkeiten verfügt und von einem erfahrenen technischen Partner unterstützt wird.
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