de.wedoany.com-Bericht: NVIDIA festigt seine Position im KI-Infrastrukturmarkt durch eine Reihe von Vereinbarungen in Südkorea, die Speicherlieferungen, Rechenzentrumsentwicklung und KI-gesteuerte Industriesysteme umfassen. Während seines viertägigen Besuchs in Seoul schloss NVIDIA-CEO Jensen Huang Partnerschaften mit SK hynix, SK Telecom, Naver, der Doosan Group, der LG Group und der Hyundai Motor Group. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht bekannt gegeben.

Eine der bedeutendsten Vereinbarungen ist ein mehrjähriger Speicherliefervertrag mit SK hynix, einem der weltweit größten Speicherchip-Hersteller. Gemäß der Vereinbarung wird SK hynix Speicherchips für NVIDIAs Produkte für Roboter, Personalcomputer und Supercomputer liefern, mit der Option, die Zusammenarbeit über die anfängliche zweijährige Laufzeit hinaus zu verlängern. Die Vereinbarung wurde nach einem Treffen zwischen Huang und SK Group-Vorsitzendem Chey Tae-won getroffen. SK hynix konkurriert auf dem globalen Speichermarkt direkt mit Samsung Electronics und Micron Technology, während die Hersteller der Branche versuchen, mit der wachsenden Nachfrage im Zusammenhang mit KI-Implementierungen Schritt zu halten. Huang erklärte, dass NVIDIA bereits von SK hynix einkaufe und jährlich Produkte im Wert von mehreren Milliarden oder sogar hunderten Milliarden Dollar beziehe, und diese Zahl werde noch deutlich steigen.
Im Bereich Rechenzentrumsprojekte plant SK Telecom, in Südkorea mit NVIDIA-Technologie eine KI-Cloud im Gigawatt-Maßstab aufzubauen. Das erste KI-Rechenzentrum soll 2027 in Betrieb gehen. Auch Naver und die Doosan Group bereiten den Einsatz von NVIDIA-Technologie in KI-Rechenzentrumsprojekten vor, wobei Doosan zudem beabsichtigt, NVIDIAs Physical-AI-Technologie in seinen eigenen Betrieb zu integrieren. Diese Projekte stärken die Rolle Südkoreas in der breiteren KI-Infrastrukturlandschaft. Das Land, bereits ein bedeutender Produzent von Halbleitern, Elektronik und Industrietechnik, ist gut positioniert, um die wachsende Nachfrage nach Rechenzentren zu unterstützen. Die Partnerschaften schaffen für NVIDIA die Möglichkeit, seine technologische Präsenz von der Hardware-Lieferung auf Cloud-Infrastruktur, KI-Plattformen und Rechenzentrums-Ökosysteme auszuweiten.
NVIDIAs Gespräche in Südkorea erstreckten sich auch auf die Bereiche Industrie und Mobilität. Bei einem Treffen mit LG Group-Vorsitzendem und CEO Koo Kwang-mo erkundete NVIDIA Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Elektronik, mechanische Systeme und KI-Anwendungen für humanoide Roboter. Huang erklärte, dass beide Seiten an der Integration von Motortechnologie und mechanischen Systemen arbeiten, um die Zukunft humanoider Roboter und Roboter im Allgemeinen zu gestalten. NVIDIA weitete seine Partnerschaft auch mit Hyundai Motor Group-Exekutivvorsitzendem Euisun Chung aus, nachdem Gespräche über autonome Mobilität, Robotik und KI-gesteuerte Fertigung geführt wurden. Huang diskutierte das von der Hyundai Motor Group geplante KI-Rechenzentrum in Saemangeum, Südkorea, das er als ein dem Silicon Valley vergleichbares KI-Tal beschrieb, und wies auf die Möglichkeit hin, durch die Zusammenarbeit die Entwicklung von Industrierobotern zu beschleunigen.
Diese Ankündigungen erfolgen in einer Zeit der Marktvolatilität. Der südkoreanische Kospi-Index fiel um 8,3 %, nachdem US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an die Zinspolitik der Federal Reserve beeinflusst hatten. Die Aktie von Samsung Electronics schloss 10,2 % niedriger, während die Aktie von SK hynix im Zuge eines breiten Ausverkaufs von Technologiewerten um 7,7 % fiel. Auf die Frage nach dem Rückgang der Chip-Aktien blieb Huang optimistisch und erklärte, dass sich alle sehr freuen sollten, da man nun Aktien zu günstigeren Preisen kaufen könne und die Zukunft der KI sehr vielversprechend sei.
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