de.wedoany.com-Bericht: Equinor und seine Partner sind auf der prospektiven Struktur Heidrun Cellar SE unterhalb des Heidrun-Feldes (Heidrun) in der Norwegischen See auf eine Trockenbohrung gestoßen. Die Wildkatze 6507/8-D-4 CH liegt im Block der Produktionslizenz 124, 240 Kilometer westlich von Sandnessjøen, und wurde mit der Bohrplattform Transocean Encourage durchgeführt. Die Lizenz wurde 1986 in der 10. Lizenzierungsrunde vergeben; es handelt sich um die zehnte Wildkatze innerhalb dieser Lizenz.

Das Ziel der Bohrung waren tiefere Formationen unterhalb von Heidrun, nämlich die Speichergesteine der frühjurassischen Åre-Formation und der spättriassischen Grey Beds. Es wurde eine Sandsteinabfolge mit einer Gesamtmächtigkeit von etwa 161 Metern durchteuft, die eine gute bis hervorragende Speicherqualität aufwies, jedoch wurde kein Formationstest durchgeführt. Vor dem Abbruch der Bohrung in den Grey Beds wurden Daten erfasst. Die Bohrung 6507/8-D-4 CH erreichte eine vertikale Tiefe von 2910 Metern unter dem Meeresspiegel bei einer Wassertiefe von 357 Metern und wurde nun endgültig verschlossen und aufgegeben. Die Inhaber der Produktionslizenz 124 umfassen den Betreiber Equinor, ConocoPhillips, Petoro und Vår Energi.
Die Bohrung liegt im zentralen Bereich der Norwegischen See, etwa 240 Kilometer von der Küste entfernt. Das Heidrun-Feld gehört zu den früher erschlossenen Öl- und Gasfeldern der Norwegischen See; die geologische Struktur dieser Region ist durch komplexe Bruchsysteme und Speicherheterogenität gekennzeichnet. Ziel der Bohrung war es, das Kohlenwasserstoffpotenzial in tieferen Schichten unterhalb des Hauptfeldes Heidrun zu erkunden. Obwohl Sandsteinabschnitte mit guten Speichereigenschaften durchteuft wurden, wurden keine kommerziell nutzbaren Kohlenwasserstoffanzeichen gefunden. Der Betreiber hat nach Abschluss der Bohrung gemäß den Vorschriften der norwegischen Petroleumssicherheitsbehörde die endgültige Verschließung und Aufgabe durchgeführt. Dieses Ergebnis könnte einen gewissen Einfluss auf die nachfolgenden Explorationsplanungen innerhalb des Lizenzblocks haben; der Betreiber könnte die Explorationsstrategie für diese Struktur neu bewerten oder die entsprechenden Bohrlochplanungen anpassen.
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