Samsung aus Südkorea erhält Aufträge von Tesla im Wert von 165 Milliarden US-Dollar für KI6-Chips sowie von AMD und anderen
2026-06-18 14:27
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de.wedoany.com-Bericht: Angetrieben durch den KI-Hype hat der weltweit größte Chip-Auftragsfertiger TSMC seine Produktionskapazitäten nahezu ausgeschöpft, sodass immer mehr große Unternehmen nach alternativen Chip-Produktionswegen suchen. Laut asiatischen Medienberichten wird Samsung zur bevorzugten Wahl dieser Unternehmen. Eingeweihte Kreise berichten, dass der südkoreanische Elektronikkonzern derzeit einen deutlichen Anstieg an Chip-Fertigungsanfragen und -Aufträgen von bestehenden und neuen Kunden verzeichnet, darunter AMD, Google, Tesla sowie chinesische Unternehmen wie der chinesische Elektroautohersteller BYD.

Vor einigen Tagen wurde bereits berichtet, dass Google bei der Produktion der nächsten TPU-Generation möglicherweise sowohl TSMC als auch Samsung einsetzen wird. Obwohl dies nur einen Teil der für 2028 geplanten 10. TPU-Generation von Google betrifft, ist es dennoch ein großer Erfolg für Samsung als Auftragsfertiger. Laut Nikkei Asia verhandelt neben Google auch der chinesische Elektroautohersteller BYD mit Samsung über die künftige Halbleiterproduktion, konkret geht es um Chips für autonomes Fahren.

Ein namentlich nicht genannter Manager eines chinesischen Entwicklers von Auto-Chips erklärte, dass TSMC fortschrittlichen Fertigungsprozessen den Vorzug gebe, da dies nicht nur seine technologische Führungsposition und langfristige Strategie stärke, sondern auch, weil diese Prozesse profitabler seien und das Angebot weiterhin knapp sei. Der Manager wies darauf hin, dass die Ausbeute von Samsung zwar immer noch hinter der von TSMC zurückbleibe, die Verfügbarkeit seiner Kapazitäten es jedoch zu einer zunehmend attraktiven Option mache. Aufgrund der angespannten Auftragslage bei TSMC beauftragen einige chinesische Chip-Entwickler Samsung mit der Chip-Produktion, anstatt sich nur auf einen Auftragsfertiger zu verlassen. Ein anderer Manager aus der Chip-Branche ergänzte, dass geopolitische Faktoren auch einige US-Kunden dazu veranlassen, wenn möglich mehrere Auftragsfertiger für die Chip-Produktion zu nutzen. Ein hochrangiger Informant aus der Chip-Branche sagte, dass die Kapazitäten von TSMC für fortschrittliche Chips voll ausgelastet seien, was es chinesischen Kunden mit kleineren Auftragsvolumina erschwere, neue Bestellungen aufzugeben. Daher hätten sich einige Kunden bereits an Samsung gewandt, um künftige Möglichkeiten zu erkunden.

Auch Tesla gehört zu diesen Kunden. Der US-amerikanische Elektroautohersteller lässt derzeit den KI4-Chip für Fahrzeuge und Roboter von Samsung produzieren, während der kommende KI5-Chip von TSMC gefertigt wird. Bei der nächsten Generation wird Tesla jedoch wieder auf das südkoreanische Unternehmen setzen: Der KI6-Chip im Wert von 165 Milliarden US-Dollar soll von Samsung in einer neuen Halbleiterfabrik in Texas produziert werden. Diese Chip-Fertigungsstrategie können sich jedoch nur große Unternehmen leisten, da die Chip-Entwicklung mit der Chip-Produktion abgestimmt werden muss und ein Wechsel des Auftragsfertigers enorme Investitionen erfordert, beispielsweise in Forschung und Entwicklung sowie in die Lieferkettenkoordination.

Für Nvidia und AMD, zwei Großkunden von TSMC, überwiegen die Vorteile der höheren Kapazitäten anderer Fertigungspartner die zusätzlichen Kosten. Laut Nikkei Asia arbeitet AMD aufgrund der aktuellen Kapazitätsengpässe mit Samsung an mehreren Chip-Projekten für künftige Prozessoren, die voraussichtlich ab 2028 von Samsung produziert werden. Die betroffenen Unternehmen haben jedoch keine Bestätigung gegeben. Samsung erklärte, sich zu Kunden nicht zu äußern, BYD lehnte eine Stellungnahme ab, und Google gab an, keine Details zu seiner Lieferkette zu kommentieren.

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