de.wedoany.com-Bericht: Am 10. Juni gab Yu Lei, Leiter der chinesischen Dreame-Ökomarke Eclix, bekannt, dass das erste KI-Handy von Eclix voraussichtlich im September 2026 auf den Markt kommt und noch vor dem „Singles‘ Day“ (11. November) erhältlich sein soll. Das Produkt ist im High-End-Segment positioniert und wird über 5.000 Yuan kosten. Die zentralen Entwicklungsarbeiten sind nahezu abgeschlossen, und das Gerät steht kurz vor der Systemtestphase.
Das Eclix-Handyteam wurde von Yu Lei, dem ehemaligen Vizepräsidenten der Gionee Group, aufgebaut. Yu Lei trat im März 2026 MOVA bei und ist für das Handy- und KI-Hardwaregeschäft verantwortlich; künftig wird Eclix als eigenständige Ökomarke von Dreame existieren und nicht mehr zum MOVA-Markensystem gehören. Das Team umfasst derzeit etwa 60 Mitarbeiter, wobei die Kernmitglieder überwiegend aus dem KI- oder Betriebssystembereich stammen. Das Entwicklungs- und Produktteam soll weiter ausgebaut werden.
Das herausragendste Verkaufsargument dieses KI-Handys ist die „app-freie“ Interaktion. Eclix möchte den KI-Agenten als Kern des nativen Systems einsetzen, um Aufgaben über natürliche Sprache, multimodale Interaktion und Absichtsvorhersage zu erledigen, anstatt dass der Nutzer auf dem Desktop einzelne Apps öffnen und schrittweise durchklicken muss. Nachdem der Nutzer eine Anforderung geäußert hat, ruft das System direkt die entsprechenden atomaren Dienste auf und lässt den Nutzer bei wichtigen Schritten bestätigen.
Im Bereich lokaler Lebensdienste muss der Nutzer beispielsweise keine Essensliefer- oder Lebensdienst-Apps öffnen, sondern lediglich seine konkreten Bedürfnisse äußern. Das System ruft dann die integrierten Dienstfähigkeiten auf, gleicht automatisch Informationen wie Nutzerpräferenzen, Adresse und Geschmack ab, und der Nutzer führt die endgültige Bestätigung durch. Eclix möchte auf diese Weise die bei herkömmlichen Handyoperationen üblichen Schritte wie Weiterleitung, Suche, Ausfüllen und wiederholte Bestätigung reduzieren.
Das erste KI-Handy von Eclix hat bereits eine tiefgreifende Zusammenarbeit mit führenden inländischen großen KI-Modellherstellern geschlossen. Die entsprechende Kooperation wird die gesamte Entwicklung und Tests von Sprachbefehlen bis hin zum Aufruf atomarer Dienste abdecken. Die ersten Funktionen werden vorrangig hochfrequente Lebensszenarien wie Essen, Trinken und Unterhaltung abdecken. Mehrere gängige Mainstream-Anwendungen wurden ebenfalls für die Anbindung angepasst, um die grundlegende Dienstunterstützung für die Markteinführung der ersten Produktgeneration zu gewährleisten.
In der Systemarchitektur setzt Eclix auf eine Cloud-Edge-Kooperationslösung, die intern als „Zwei-Gehirn-Architektur“ bezeichnet wird. Ein Modelltyp ist für ausführende Aufgaben wie Bestellungen, Abfragen, Einstellungen und Dienstaufrufe zuständig und legt Wert auf Genauigkeit, Stabilität und schnelle Reaktionszeiten. Der andere Modelltyp ist für längere Dialoge, emotionale Begleitung und multimodale Interaktion verantwortlich und konzentriert sich auf die Verarbeitung von Nutzerzuständen, Präferenzspeicherung und kontinuierliche Kommunikation. Durch die Trennung von Ausführungs- und Dialogaufgaben hofft das Team, die Auswirkungen von Halluzinationen großer Modelle auf kritische Operationen zu reduzieren.
App-frei bedeutet nicht, dass die erste Produktgeneration vollständig vom traditionellen mobilen Ökosystem losgelöst ist. Yu Lei räumte auch ein, dass derzeit noch Kompatibilitätseinstiege für einige Super-Apps und Bank-Apps erhalten bleiben müssen. Die erste Produktgeneration wird eine traditionelle App-Oberfläche als Backup-Lösung bereitstellen, aber Eclix betrachtet dies als Übergangsdesign und hofft, künftig schrittweise mehr Anwendungsfähigkeiten in Form atomarer Dienste anzubinden.
Die erste Produktgeneration wird nicht auf eine großflächige Auslieferung abzielen. Eclix plant, die erste Auslieferungsmenge auf 50.000 bis 100.000 Einheiten zu begrenzen. Der Online-Erstvertriebskanal wird die Plattform JD.com sein, und die Zielgruppe sind hauptsächlich technikaffine Pionier-Digitalbegeisterte. Das Team hofft, durch die Auslieferung kleiner Stückzahlen die Produkterfahrung zu verfeinern und echte Nutzerrückmeldungen für nachfolgende Iterationen zu sammeln.
Das Gewinnmodell wird sich ebenfalls von dem traditioneller Handy-Hardware unterscheiden. Eclix plant, sich stärker auf Abonnementeinnahmen für KI-Rechenleistungsdienste zu stützen, anstatt sich allein auf Hardware-Margen zu verlassen. Nutzer könnten künftig basierend auf der Anzahl der Tokens abgerechnet werden, die bei der Nutzung verschiedener großer Modellfunktionen verbraucht werden, und die Zahlung erfolgt über ein Vorauszahlungssystem. Die Gesamtlogik ähnelt einer Kombination aus dem Datenvolumen-Abrechnungsmodell von Mobilfunkanbietern und Abonnementdiensten für große KI-Modelle.
Für das Dreame-Ökosystem ist das Eclix-KI-Handy ein wichtiger Schritt zur Erweiterung von intelligenter Hardware hin zu nativen KI-Endgeräten. Ob nachfolgende Produkte die Nutzergewohnheiten tatsächlich verändern können, hängt von der Anzahl der angebundenen atomaren Dienste, der Genauigkeit der Modellantworten, dem Berechtigungs- und Datenschutzmanagement, der Stabilität in kritischen Szenarien und der Kompatibilitätserfahrung mit traditionellen Apps ab. Ob die Nutzer nach der Markteinführung der ersten Produktgeneration bereit sind, für KI-Rechenleistungsabonnements zu zahlen, wird ebenfalls direkten Einfluss darauf haben, ob dieser Weg weiterverfolgt werden kann.
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