de.wedoany.com-Bericht: Die britische Regierung hat heute einen Reformplan für die Sanierungsbranche vorgestellt, der darauf abzielt, die in früheren staatlich geförderten Projekten aufgetretenen Probleme mit mangelhafter Ausführungsqualität zu beheben und das Vertrauen der Hausbesitzer zu stärken.
Minister erklärten, dass die Reformen Hausbesitzern die Sorge nehmen sollen, bei der Modernisierung ihrer Immobilien finanzielle Verluste zu erleiden. In den letzten Jahren haben Eigentümer wiederholt Sanierungsprojekte beanstandet, die im Rahmen der „Energy Company Obligation 4“ und des „Great British Insulation Scheme“ durchgeführt wurden. Eines der häufigsten Probleme war die Installation von Vollwärmedämmverbundsystemen. Der Minister gab an, dass ein Großteil der Verantwortung auf die übernommenen Programmdesigns und nicht auf die aktuelle Politik zurückzuführen sei.
Kernstück des Reformvorschlags ist ein neuer Verbraucherschutzdienst, der ein öffentlich zugängliches Register staatlich anerkannter Installateure führen und während des gesamten Modernisierungsprozesses einheitliche Beratung und Unterstützung bieten soll. Dieser Dienst ist befugt, Installateure, die nicht den Standards entsprechen, aus den staatlichen Programmen auszuschließen. Darüber hinaus wird ein neues datengesteuertes System eingeführt, um Leistungsprobleme von Installateuren zu kennzeichnen. Regierungsbeamte hoffen, damit das derzeitige System zu ersetzen, das für Verbraucher „fragmentiert und verwirrend“ sei.
Der britische Energieminister für Verbraucherfragen, Martin McCluskey, erklärte, dass das bisherige System den Menschen bei Problemen keine angemessenen Rechtsmittel biete. Er führte aus, dass die derzeitige Regierung ein kaputtes System geerbt habe, das dazu geführt habe, dass zu viele Haushalte durch mangelhaft überwachte Arbeiten geschädigt worden seien und bei Problemen keine Unterstützung erhalten hätten. Er ergänzte, dass die Reformen darauf abzielten, das Machtgleichgewicht zwischen Verbrauchern und Installateuren neu auszurichten, ein verbraucherorientiertes System zu schaffen, Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen und bessere Entschädigungen und Schutzmaßnahmen für Kunden einzuführen.
Ein wichtiger Bestandteil der Reform ist die Stärkung der Befugnisse des Energy Ombudsmanns. Diese unabhängige Aufsichtsbehörde ist für die Untersuchung ungelöster Streitigkeiten zwischen Bürgern und Unternehmen im Energiebereich zuständig. Der neue Regierungsplan wird es dem Ombudsmann ermöglichen, Geldstrafen gegen Unternehmen zu verhängen, die seinen Entscheidungen nicht nachkommen. Das Ministerium für Energiesicherheit und Netto-Null-Emissionen (DESNZ) bestätigte, dass die Wartezeiten um einen Monat auf maximal zehn Wochen verkürzt werden. Für ungelöste Fälle werden zudem klarere rechtliche Wege als letztes Mittel festgelegt. Der leitende Ombudsmann Ed Dodman begrüßte dies, räumte jedoch ein, dass noch viel Arbeit nötig sei, um sicherzustellen, dass das System für alle faire, zeitnahe und zugängliche Lösungen biete.
Parallel zur Konsultation hat die Installation Assurance Authority die Obergrenze für Entschädigungen für die Reparatur mangelhafter Wanddämmung um 25 % auf 25.000 Pfund (33.499 US-Dollar) angehoben. Diese Regelung gilt auch, wenn der Installateur nicht mehr existiert. Regierungsdaten zeigen, dass über 60 % der bestätigten Dämmungsprobleme bereits durch bestehende Auditprogramme behoben wurden, und diese Reformen werden diese Zahl deutlich steigen lassen.
Die Branche reagierte positiv. Adam Scorer, Geschäftsführer von National Energy Action, bezeichnete die Vorschläge zur Stärkung einkommensschwacher Haushalte als einen Schritt in die richtige Richtung. Gillian Cooper, Energieexpertin bei Citizens Advice, erklärte, dass die Bereitstellung klarerer Rechtsbehelfswege längst überfällig sei und den Verbrauchern das Vertrauen geben werde, wichtige Sanierungsmaßnahmen zu ergreifen.
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