Uruguays Navios transportiert im ersten Halbjahr 3,7 Millionen Tonnen Fracht – Eisenerzzuwachs gleicht Getreiderückgang aus
2026-08-04 11:23
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de.wedoany.com-Bericht: Die Firma Navios South American Logistics hat im ersten Halbjahr dieses Jahres über ihren Terminal Nueva Palmira insgesamt 3,7 Millionen Tonnen Fracht abgewickelt. Die Gesamtmenge blieb damit nahezu unverändert gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025, doch die Frachtstruktur hat sich deutlich verschoben: Die von der Dürre betroffenen Getreidemengen gingen zurück, die Eisenerzmengen stiegen, und der Flüssiggüterbereich wuchs weiter. Der Betriebsleiter des Unternehmens, Wilder Schenck, erläuterte im Interview mit Altamar News die Betriebslage der drei Terminals für Getreide, Mineralien und Flüssiggüter.

Der Getreideterminal wickelte von Januar bis Juni insgesamt 1,4 Millionen Tonnen Fracht ab, rund 300.000 Tonnen weniger als im Vorjahreszeitraum. Schenck erklärte, das erste Quartal sei gut verlaufen, im zweiten Quartal habe man die gesamte Einbuße durch die dürrebedingt geringere Sojaernte getragen; der Rückgang betreffe sowohl uruguayische Ursprungswaren als auch Lieferungen über die Wasserstraße Paraguay-Paraná (hidrovía Paraguay-Paraná).

Der Mineralienterminal verarbeitete im ersten Halbjahr 2,23 Millionen Tonnen Eisenerz, ein Anstieg von rund 380.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Der Zuwachs glich den Rückgang im Getreidegeschäft nahezu vollständig aus, sodass die Gesamtbetriebsmenge des Unternehmens stabil blieb. Schenck rechnet damit, dass das Eisenerz-Jahresendvolumen bei rund 4,2 Millionen Tonnen liegen wird, auf dem gleichen Niveau wie 2025.

Der Flüssiggüterterminal wickelte 50.000 Kubikmeter Fracht ab, hauptsächlich Sojaöl und Treibstoff. Obwohl das Volumen weiterhin relativ klein ist, entspricht dies einem Wachstum von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Angetrieben durch den Start eines neuen Versorgungsgeschäfts mit Schiffsdiesel blickt dieser Bereich optimistisch auf das zweite Halbjahr.

Bei der Infrastruktur befinden sich zwei neue Spezialterminals in der Endphase: einer für die Treibstoffversorgung (Bunker) von Schleppern unter fremder Flagge, der andere für Flüssiggüterumschlag per Lastkahn; beide sollen bis Ende August vollständig in Betrieb gehen. Die neuen Anlagen haben eine Wassertiefe von 4,5 Metern und können die auf der Wasserstraße Paraguay-Paraná am häufigsten eingesetzten Jumbo- und Mississippi-Kähne abfertigen. Sie sind mit Spezialausrüstung wie Rohrleitungen, Ventilen und Messgeräten ausgestattet und an die Tanklager im Gelände angebunden, um die Betriebseffizienz zu steigern. Der Getreidetransport wird weiterhin von der Ernte der letzten Saison beeinflusst.

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