de.wedoany.com-Bericht: Equinor und seine Partner haben sich auf das Konzept für die Unterwasserentwicklung Ringvei Vest geeinigt, die an die Troll-B-Plattform in der norwegischen Nordsee angebunden wird. Ringvei Vest ist eines der größten Projekte in der frühen Phase auf dem norwegischen Festlandsockel und umfasst die Entdeckungen Grosbeak, Swisher, Mulder, Kveikje, Toppand, Røver Sør und Røver Nord sowie die Grønngylt-Prospektstruktur. Diese Ressourcen verteilen sich auf acht Lizenzen mit insgesamt sieben Eigentümern.

Ringvei Vest erstreckt sich über ein großes Gebiet und sieht 13 Bohrungen über sechs Verteilerplattformen vor. Die Förderströme werden auf dem Meeresboden getrennt und anschließend zur Troll-B-Plattform transportiert, die gleichzeitig die Unterwasser-Infrastruktur mit Strom versorgt. Die Brunnensteuerung erfolgt von der Troll-B-Plattform aus, das Öl wird nach Mongstad und das Gas nach Kollsnes geleitet. Das Projekt plant zudem die Installation eines zusätzlichen Kompressors auf der Troll-B-Plattform, um die Verarbeitungskapazität zu erhöhen. Die Plattform wird teilweise mit Landstrom versorgt, wodurch Öl und Gas von Ringvei Vest mit geringen Emissionen gefördert werden können.
Equinor ist Betreiber aller Lizenzen und schätzt, dass Ringvei Vest 240 Millionen Barrel Öläquivalent beitragen wird. Kjetil Hove, Executive Vice President für Exploration und Produktion Norwegen bei Equinor, sagte: „Der norwegische Festlandsockel reift, neue Entdeckungen werden kleiner und die Kosten steigen. Um ein hohes Aktivitätsniveau aufrechtzuerhalten und Europa eine zuverlässige Energieversorgung zu bieten, ist es entscheidend, marginale Entdeckungen in der Nähe bestehender Infrastruktur zu erschließen und lizenzübergreifend zusammenzuarbeiten. Equinor strebt an, die Eigenförderung auf dem norwegischen Festlandsockel bis 2035 auf 1,3 Millionen Barrel pro Tag zu steigern.“
Das Projekt soll noch vor Jahresende die Phase der Fortführungsentscheidung (DG2) erreichen. Die endgültige Investitionsentscheidung, die Einreichung des Entwicklungs- und Betriebsplans (PDO) sowie der Zeitpunkt der Inbetriebnahme werden in späteren Phasen festgelegt.
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