Brasilianische Elektrizitätsbehörde erwartet Anstieg der Kapazitätsreserve-Zuschläge um 2,3 Milliarden BRL
2026-06-19 17:42
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de.wedoany.com-Bericht: Die technische Abteilung der brasilianischen Elektrizitätsbehörde (ANEEL) schätzt, dass die Kosten für den Kapazitätsreserve-Zuschlag (Ercap) im Zeitraum von April 2026 bis April 2027 um etwa 2,3 Milliarden BRL steigen werden. Hauptgrund ist die Inbetriebnahme der im März bei der Kapazitätsreserve-Auktion (LRCAP) vergebenen Kraftwerke. Ercap ist ein von allen Verbrauchern gemeinsam getragener Zuschlag zur Deckung der Stromvertragskosten. Diese Daten sind in der technischen Stellungnahme enthalten, die ANEEL am Mittwoch (17.) unterzeichnet hat.

Die Techniker von ANEEL fordern die Stromhandelskammer (CCEE) auf, die entsprechenden Berechnungen nach Bestätigung der Auktionsergebnisse zu aktualisieren. Zuvor waren in einer ANEEL-Entscheidung zu den Ercap-Kosten der Händler für den Zeitraum April 2026 bis April 2027 sowie im Anpassungsplan für den zweiten Vier-Monats-Zeitraum des Jahres (Mai bis August) die Kosten von LRCAP nicht berücksichtigt worden.

In der technischen Stellungnahme wird empfohlen, dass ANEEL die Zuschlagskosten proaktiv aktualisiert und diesen Teil der Kosten in die Tarifabdeckung der Händler einbezieht, die in diesem Zeitraum Strompreisanpassungen vornehmen, da bereits Kraftwerke für eine Inbetriebnahme im August dieses Jahres geplant sind. Ohne eine Aktualisierung müssten die genannten Konzessionäre die Differenz bis zum nächsten Strompreisanpassungsverfahren im Jahr 2027 selbst tragen.

Der brasilianische Verband der Stromhändler (Abradee) hatte die Regulierungsbehörde im Mai aufgefordert, die entsprechenden Kosten zu aktualisieren. Der Verband schätzt die zusätzlichen Kosten durch LRCAP auf etwa 294 Millionen BRL pro Monat, was Gesamtkosten von 2,6 Milliarden BRL über zwölf Monate ergibt – ein niedrigerer Wert als die Schätzung der CCEE.

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