Kolumbien und Island unterzeichnen Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung geothermischer Energie
2026-06-20 11:51
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de.wedoany.com-Bericht: Die Regierungen Kolumbiens und Islands haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um eine bilaterale Zusammenarbeit bei der Entwicklung geothermischer Energie zu ermöglichen. Die Vereinbarung basiert auf Islands Erfahrung und Führungsrolle im Bereich der Geothermie und greift gleichzeitig das reiche Ressourcenpotenzial Kolumbiens für die geothermische Erschließung auf.

Kolumbien und Island arbeiten im Bereich der geothermischen Energieentwicklung bilateral zusammen

Die Absichtserklärung wurde vom kolumbianischen Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, dem kolumbianischen Ministerium für Bergbau und Energie sowie dem isländischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klima unterzeichnet. Das Memorandum legt die Grundlage für die Zusammenarbeit in Bereichen wie Wissensaustausch, Kapazitätsaufbau, Forschung sowie gemeinsame Initiativen zur nachhaltigen Nutzung des geothermischen Potenzials.

Die kolumbianische Ministerin für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, Irene Vélez Torres, erklärte, die Wissenschaft habe die Dringlichkeit aufgezeigt, die Energiestruktur und die Wirtschaft umzugestalten, um die Klimakrise zu bewältigen. Daher seien solche Allianzen von entscheidender Bedeutung, um die Fähigkeit Kolumbiens zur Förderung einer gerechten Energiewende zu stärken. Sie betonte zudem, dass Dekarbonisierung bedeute, fossile Brennstoffe im Boden zu belassen und sich auf die Förderung saubererer, zuverlässigerer und langlebigerer unterirdischer Energiequellen zu konzentrieren.

Durch die Vereinbarung soll die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen gestärkt und, wo angemessen, die Vernetzung zwischen öffentlichen Stellen, Akteuren des Privatsektors, Forschungszentren und anderen an der geothermischen Energieentwicklung beteiligten Institutionen gefördert werden. Zu den Kooperationsbereichen gehören: Wissensaustausch zur Erkundung und nachhaltigen Nutzung geothermischer Ressourcen (für die Stromerzeugung und direkte Wärmeversorgung); Forschung, Innovation und technologische Entwicklung; sowie die Identifizierung und Entwicklung von Demonstrationsprojekten für geothermische Energie. Das Memorandum sieht außerdem Kooperationsmöglichkeiten wie technische Schulungsprogramme, Studienreisen, Fachworkshops, gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie den Aufbau von Kooperationsnetzwerken zwischen öffentlichen Einrichtungen vor.

Derzeit spielt Geothermie im isländischen Alltag bereits eine wichtige Rolle, während die geothermische Industrie in Kolumbien noch in den Kinderschuhen steckt. Kolumbien verfügt lediglich über ein 100-Kilowatt-Demonstrationskraftwerk für Geothermie in Casanare. Kürzlich hat die kolumbianische Regierung das erste große geothermische Explorationsprojekt des Landes genehmigt, das sich in Nereidas befindet.

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