de.wedoany.com-Bericht: Die Bohrung des Geothermieprojekts zur Wärme- und Stromerzeugung in Kiskunhalas (Ungarn) hat in einer Tiefe von 1.940 Metern das Zielreservoir erreicht – früher als die erwartete Zielmarke von 2.400 Metern. Die Planung für die zweite Bohrung des Projekts läuft bereits.
Das Projekt startete im März 2026 mit den Bauarbeiten, die Bohrungen begannen im Mai. Es ist das erste Geothermieprojekt der MVM Zöld Generáció Zrt (MVM Green Generation), einer Tochtergesellschaft des ungarischen Energieversorgers MVM Group. Die Bohrarbeiten werden von der lokalen Firma Rotaqua durchgeführt, die einen Bohrer des italienischen Unternehmens DRILLMEC einsetzt.
Die erwartete Förderrate der Bohrung beträgt 100 Liter pro Sekunde, die Temperatur des Tiefenwassers wird auf 140 bis 150 Grad Celsius geschätzt. Bestätigen die Messdaten diese Werte, wird die zweite Bohrung niedergebracht. Diese Bohrungen sollen ein Kraftwerk mit einer installierten Leistung von 3,5 bis 4,5 Megawatt (elektrisch) versorgen. Die Wärme wird anschließend in das Fernwärmenetz von Kiskunhalas eingespeist, an das auch lokale Unternehmen, Industriekunden und öffentliche Einrichtungen angeschlossen werden können.
Laut Sándor Tiszavári, technischer Direktor von Rotaqua, ist der frühe Erfolg vor allem auf die günstigen geologischen Bedingungen und die Effizienz der modernen Bohrtechnik zurückzuführen. Die Integration der AI-DEEP-Plattform in den Bohrer ermöglichte eine Echtzeit-Datenanalyse und automatische Anpassungen, wodurch Bohrerisiken reduziert, die Bohrgeschwindigkeit optimiert und ein höheres Sicherheitsniveau als bei herkömmlichen Systemen gewährleistet wurden.
Ende 2025 kündigte MVM eine Investition von 8 Milliarden ungarischen Forint (etwa 21 Millionen Euro) an, um in den nächsten drei Jahren an mehreren Standorten Geothermiebohrungen und Bohrlochtests durchzuführen.
Sowohl die MVM Group als auch Rotaqua werden als Teilnehmer am Budapester Geothermie-Gipfel (Budapest Geothermal Energy Summit) am 14. September 2026 vertreten sein.
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