Trump-Regierung verlängert Betriebsfrist von zwei Kohlekraftwerken in Indiana erneut
2026-06-20 15:36
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de.wedoany.com-Bericht: Die Trump-Regierung und das Energieministerium (DOE) haben kürzlich bekannt gegeben, dass die Betriebsfrist der beiden Kohlekraftwerke Culley und Schahfer in Indiana erneut verlängert wird. Diese Kraftwerke waren zuvor bereits aufgrund einer Regierungsanordnung bis Ende 2025 in Betrieb gehalten worden. Kurz vor dieser Entscheidung hatte die Indiana Utility Regulatory Commission mitgeteilt, dass zwei der auf Anordnung offen gehaltenen Schahfer-Kohleblöcke beschädigt seien.

Der Betreiber des Schahfer-Kraftwerks, die Northern Indiana Public Service Company (NIPSCO), muss das Kraftwerk weiterhin modernisieren, um seinen Betrieb wiederherzustellen. Die daraus resultierenden hohen Kosten werden auf die Einwohner Indianas und die Nutzer des Stromnetzes des Midcontinent Independent System Operator (MISO) abgewälzt. Der Betreiber des anderen Kohlekraftwerks Culley, CenterPoint, hingegen bat das Energieministerium in einem Schreiben, die Notverordnung nicht zu erneuern. Das Unternehmen erklärte darin, dass der Erhalt des Kraftwerksbetriebs erhebliche Investitionen erfordern würde, um einen ineffizienten und zunehmend unzuverlässigen Vermögenswert zu stützen.

Bereits Anfang dieses Jahres hatten der Sierra Club und seine Partner vor dem US-Berufungsgericht für den District of Columbia Circuit Klage eingereicht, um diese ihrer Ansicht nach rechtswidrige Notverordnung des Energieministeriums aufzuheben.

Dazu erklärte Robyn Skuya-Boss, Direktorin der Indiana-Abteilung des Sierra Club, dass die Trump-Regierung trotz der Beschädigung der Schahfer-Blöcke und der klaren Ablehnung der Entscheidung durch den Betreiber von Culley weiterhin auf Kohle setze und damit milliardenschwere fossile Brennstoffkonzerne begünstige. Er sagte, die Einwohner Indianas und die amerikanische Bevölkerung müssten daher höhere Stromrechnungen, höhere Erdgaspreise und insgesamt höhere Lebenshaltungskosten tragen. Skuya-Boss forderte den Gouverneur von Indiana, Braun, und die Generalstaatsanwältin Rokita auf, im Namen derjenigen, die ihre Stromrechnungen kaum bezahlen könnten, sofort zu handeln, um zu verhindern, dass diese Kosten weiter auf sie abgewälzt werden.

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