de.wedoany.com-Bericht: Die von Hyundai Motor und Kia gemeinsam entwickelte mobile Roboterplattform MobED hat auf einem Mehrzweckschiff eine autonome Navigationsdemonstration absolviert und damit die Machbarkeit des Einsatzes autonomer Roboter in gefährlichen Schiffsbereichen verifiziert, die für die Besatzung schwer zugänglich sind.

Der Test wurde an Bord des Mehrzweckschiffs „HYUNDAI DUBAI“ durchgeführt und von Hyundai Motor, Kia gemeinsam mit dem Korean Register, HMM, HMM Ocean Service und Goseong Engineering in Changwon, Südkorea, organisiert. Ziel des Versuchs war es zu untersuchen, ob landgestützte autonome Roboter in einer mobilen Schiffsungebung, die durch Vibrationen, Bewegungen und wechselnde Oberflächen beeinflusst wird, zuverlässig funktionieren können. Die Demonstrationsaufgaben konzentrierten sich auf Szenarien künftiger intelligenter Schiffsoperationen wie Frachtrauminspektion, Überwachung und Materialtransport.
MobED absolvierte autonome Navigationsaufgaben im Frachtraumbereich des Schiffs, darunter Geradeaus- und Kurvenfahrten, Bewegungen bei niedrigen und hohen Geschwindigkeiten, Routenlernen und autonomen Betrieb. Die Plattform verfügt über unabhängig gesteuerte Räder und kann sich auf unebenen Oberflächen, Rampen und Türschwellen stabil bewegen. Je nach Aufgabenstellung an Bord kann sie mit Inspektionswerkzeugen, Kameras und Transportsystemen ausgestattet werden.
Bei Tests in engen Gängen gelang MobED das Routenlernen und der Betrieb bei niedriger Geschwindigkeit. Aufgrund des begrenzten Platzes schalteten die Bediener den Roboter in diesen Bereichen jedoch in den Fernsteuerungsmodus, anstatt vollständig autonome Navigation zuzulassen. Die beteiligten Organisationen erklärten, die Demonstration zeige, dass autonome Roboter in großen Frachtraumbereichen arbeiten können, ohne dass eine Umrüstung der bestehenden Schiffsinfrastruktur erforderlich sei.
Hyundai Motor und Kia waren für die Entwicklung der MobED-Plattform und der Steuerungstechnologie verantwortlich, während der Korean Register die sicherheitsrelevanten Standards und Vorschriften für Roboter bewertete. Die Beteiligten wiesen darauf hin, dass geschlossene Bereiche wie Maschinenräume und enge Korridore weiterhin eine Herausforderung darstellen und möglicherweise zusätzliche Sensoren oder kleinere Roboterplattformen erfordern.
Park Min-Woo, Präsident von Hyundai Motor und Kia, erklärte, diese Demonstration sei ein typisches Beispiel für die Bestätigung der Anwendbarkeit autonomer Fahrtechnologie in der Schiffsungebung. Der Versuch unterstrich die Rolle autonomer Roboter bei der Unterstützung der Sicherheit von Seeleuten in gefährlichen Umgebungen wie Frachträumen mit explosiven oder giftigen Substanzen – Bereichen, in denen der direkte Zugang durch die Besatzung zusätzliche Risiken birgt. Roboter können mit Kameras oder Inspektionsgeräten ausgestattet werden, um Inspektions- und Überwachungsaufgaben anstelle von Personal zu übernehmen.
Das Projekt befindet sich noch in der Demonstrationsphase und bedarf weiterer Entwicklung, bevor ein breiterer Einsatz an Bord in Betracht gezogen werden kann. Der Korean Register gab an, dass sich die künftige Arbeit auf die Entwicklung von Sicherheits- und Leistungsstandards für den Robotereinsatz an Bord sowie auf weitere Demonstrationen konzentrieren werde. Die Partner werden weiterhin den Einsatz von Robotern für Aufgaben wie Frachtraumüberwachung und Materialtransport als Bestandteil künftiger intelligenter Schiffsoperationen untersuchen.















