de.wedoany.com-Bericht: Das indische, diversifizierte Immobilien- und Investmentunternehmen RMZ plant, seine Rechenzentrumskapazität in den nächsten fünf Jahren auf zwei bis drei Gigawatt zu erweitern. Dies ist Teil eines Investitionsprogramms in Höhe von 35 Milliarden US-Dollar.

Das in Bangalore ansässige Unternehmen RMZ verfügt derzeit über eine installierte Kapazität von 250 Megawatt. Deepak Chhabria, Präsident von RMZ Infrastructure, erklärte am Donnerstag in einem Interview mit Reuters, dass sich das Unternehmen in der Endphase der Verhandlungen über drei Rechenzentrumsprojekte befinde, die die Gesamtkapazität auf über ein Gigawatt erhöhen würden. Chhabria fügte hinzu, dass das Unternehmen zur Unterstützung einer Kapazität von zwei Gigawatt plane, noch vor Jahresende Grundstücke zu erwerben. Im April hatte RMZ angekündigt, in den nächsten fünf Jahren über 35 Milliarden US-Dollar in den Bau von Colocation-Rechenzentren und intelligente Fabriken zu investieren und möglicherweise einen Börsengang durchzuführen.
Indien hat sich zu einer der wettbewerbsintensivsten Regionen im Markt für Rechenleistung entwickelt, da globale Technologieunternehmen und indische Unternehmensgruppen zugesagt haben, Milliarden von Dollar in KI-Infrastruktur und Rechenzentren zu investieren. Der digitale Infrastruktursektor des Landes, der Rechenzentren, Cloud- und KI-Ökosysteme umfasst, wird voraussichtlich geplante Ausgaben von über 50 Milliarden US-Dollar anziehen. Chhabria erklärte, das Unternehmen beobachte positive Signale von Hyperscaler-Kunden und erwarte, dass die Kapazität bis zur Jahresmitte mit der Unterzeichnung von Kundenverträgen steigen werde. Er nannte keine konkreten Kundennamen.
RMZ ist in den wichtigsten indischen Städten wie Bangalore, Mumbai und Hyderabad tätig. Chhabria sagte, das Unternehmen betrachte die Erweiterung seiner Rechenzentren als Einstieg in verwandte Geschäftsfelder wie Grafikprozessoren (GPUs), Strominfrastruktur und Software. Er erklärte, das Unternehmen plane, auf der Grundlage des bestehenden Geschäfts vorgelagerte Bereiche zu erschließen, um die für KI und Cloud Computing erforderliche zugrunde liegende Strominfrastruktur aufzubauen. Die derzeitige Kapazität von 250 Megawatt von RMZ wird durch ein Joint Venture mit dem britischen Unternehmen Colt Data Centre Services realisiert; beide Seiten prüfen derzeit weitere Kooperationsmöglichkeiten für Wachstum.
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