de.wedoany.com-Bericht: Die US-amerikanische Federal Energy Regulatory Commission (FERC) bereitet neue Vorschriften vor, die Netzbetreiber dazu verpflichten sollen, die Netzanbindung von KI-Rechenzentren zu beschleunigen, um dem durch die KI-Branche ausgelösten sprunghaften Anstieg des Strombedarfs gerecht zu werden. Dies gibt jedoch Anlass zu öffentlichen Bedenken hinsichtlich der Kosten und der Umweltauswirkungen.

Die bevorstehende Anordnung der FERC verlangt von den Netzbetreibern den Nachweis, dass sie die Netzanbindung von KI-Rechenzentrumsprojekten beschleunigen. Für Anlagen mit eigener Stromversorgung oder solche, die ihren Bedarf während der Spitzenlastzeiten begrenzen, gelten Sonderregelungen. FERC-Vorsitzende Laura Swett erklärte auf einer Sitzung, die Regulierungsbehörde sei bereit, entsprechende Änderungen voranzutreiben. Kommissar David Rosner ergänzte, dass die für die Umsetzung dieser Änderungen erforderlichen Studien innerhalb von 90 Tagen abgeschlossen sein sollten. Diese Politik steht im Einklang mit dem von Ex-Präsident Trump initiierten „KI-Aktionsplan", der darauf abzielt, den Bau von KI-Infrastrukturen zu vereinfachen.
Der Stromverbrauch von KI-Rechenzentren übersteigt die derzeitige Kapazität des US-amerikanischen Stromnetzes bei weitem. Die Netzbetreiber investieren massiv in die Modernisierung der Infrastruktur und wälzen die Kosten auf die Verbraucher ab. Der größte US-amerikanische Netzbetreiber PJM Interconnection hat die Strompreise um 75,5 % erhöht, was teilweise auf den Strombedarf der KI-Rechenzentren zurückzuführen ist. Auch der Bundesstaat Maryland hat bei der FERC Beschwerde eingelegt, da PJM plant, dem Staat 2 Milliarden US-Dollar für die Netzmodernisierung in Rechnung zu stellen, der Staat jedoch der Ansicht ist, dass diese Modernisierungen keinen direkten Nutzen bringen.
Die öffentlichen Bedenken gegenüber KI-Rechenzentren beschränken sich nicht nur auf den Stromverbrauch. Viele Rechenzentren werden in Trockengebieten errichtet, was die Wasserknappheit verschärft. Anwohner befürchten zudem Lärmbelästigungen durch Notstromaggregate und Kühlsysteme, die ländliche Gemeinden beeinträchtigen. Einige Regionen haben bereits Moratorien oder vorübergehende Verbote für den Neubau von Rechenzentren verhängt. Das Weiße Haus betrachtet KI-Infrastruktur als nationale Priorität, die für den technologischen Wettbewerb zwischen den USA und China entscheidend sei, doch lokale Interessen und Widerstand der Anwohner stellen reale Hürden dar.
Um dem Strombedarf zu begegnen, erkunden einige Technologieunternehmen alternative Energiequellen. Meta arbeitet mit XGS Energy an der Entwicklung eines Geothermieprojekts in New Mexico zur Stromversorgung von KI-Rechenzentren. Auch die Energiespeichertechnologie entwickelt sich weiter; Eve Energy hat mit der Massenproduktion von Festkörperbatterien begonnen, die in Drohnen und Robotern eingesetzt werden können. Darüber hinaus entwickeln Samsung und die University of Georgia eine Funktion namens „Energy Score", mit der Benutzer den Energieverbrauch ihrer Geräte überwachen und optimieren können.
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