Ugandas Nationale Behörde für Informationstechnologie veröffentlicht Fünfjahresstrategie: Ziel einer Nutzungsrate digitaler Dienste von 40 %
2026-06-21 11:42
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de.wedoany.com-Bericht: Die Nationale Behörde für Informationstechnologie Ugandas (NITA-U) hat einen Fünfjahresstrategieplan für die Haushaltsjahre 2025/26 bis 2029/30 vorgestellt. Das Kernziel ist es, den Anteil der Bevölkerung, der aktiv elektronische Regierungsdienste nutzt, von derzeit 9,2 % auf 40 % zu steigern, um die digitale Transformation zu beschleunigen. Der Plan wurde zusammen mit der „Kundencharta" und den „Servicebereitstellungsstandards" im Skyz Hotel in Naguru, Kampala, offiziell vorgestellt. Die beiden letztgenannten Dokumente dienen der Stärkung der Rechenschaftspflicht und der Qualität der Servicebereitstellung.

Laut NITA-U steht die Strategie im Einklang mit Ugandas „Vision 2040", dem „Vierten Nationalen Entwicklungsplan" (NDP IV) und dem nationalen Plan für die digitale Transformation. Sie konzentriert sich auf sechs Hauptbereiche: Ausbau der IKT-Infrastruktur, digitale Regierungsdienste, Cybersicherheit und Datenschutz, Geschäftsprozessauslagerung und IT-Supportdienste, Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie institutionelle Leistungsfähigkeit.

Kenneth Bagarukayo, Beauftragter für Datennetzwerktechnik im Ministerium für IKT und nationale Lenkung (der Ministerin Justine Kasule Lumumba vertrat), erklärte bei der Vorstellung, dass der Erfolg der Strategie entscheidend davon abhänge, ob die Regierungsstellen sich verpflichten, die bereits aufgebaute digitale Infrastruktur und Plattformen voll auszuschöpfen. Er wies darauf hin, dass Uganda erhebliche Investitionen in Infrastruktur, Plattformen und den Regulierungsrahmen getätigt habe. Nun sei es an den Ministerien, Abteilungen und Behörden, diese Ergebnisse zu nutzen. Das Ministerium werde die Fortschritte genau verfolgen und Aufsicht sowie Unterstützung leisten.

Dr. Hatwib Mugasa, Exekutivdirektor der NITA-U, gab bekannt, dass die Behörde für alle strategischen Ziele messbare Indikatoren festgelegt habe. In den nächsten fünf Jahren soll der Anteil der Ministerien, Abteilungen und Behörden, die an die Datenintegrationsplattform UGhUB angebunden sind, von 37 % auf 73 % steigen; die Auslastung des nationalen Rechenzentrums wird voraussichtlich von 70 % auf 83 % steigen; die Zufriedenheit der Öffentlichkeit mit elektronischen Regierungsdiensten soll von 22,2 % auf 35 % verbessert werden; die Einhaltungsrate der nationalen IKT-Gesetze und -Vorschriften soll von 67 % auf 81 % steigen.

Dr. Mugasa betonte, dass die digitale Transformation eine durchdachte Zusammenarbeit zwischen Regierung, Privatwirtschaft und Bürgern erfordere und nicht die alleinige Verantwortung einer einzelnen Institution sei. Der Vorstandsvorsitzende Alexander Kibandama wies darauf hin, dass der Erfolg der NITA-U nicht mehr primär an der Infrastruktur (Rechenzentren, Glasfaserverlegung, Netzwerkanbindung) gemessen werde, sondern daran, inwieweit die Bürger digitale Dienste tatsächlich nutzen und ob diese Dienste ihr Leben verbessern.

Gloria Katuuku, Direktorin für Planung, Forschung und Entwicklung, erklärte, dass der Plan mit einem robusten Überwachungs- und Bewertungsrahmen ausgestattet sei, der die Fortschritte vierteljährlich verfolgen werde. Die neu veröffentlichte „Kundencharta" legt die Verantwortlichkeiten und Erwartungen zwischen der NITA-U und den Interessengruppen fest, während die „Servicebereitstellungsstandards" Mindeststandards für die Servicequalität setzen. Laut den Beamten zielen diese drei Dokumente darauf ab, Transparenz, Rechenschaftspflicht und das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken, um digitale Dienste für Bürger und Unternehmen zugänglicher und effektiver zu machen.

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