de.wedoany.com-Bericht: Die indische Spray Engineering Devices Limited (SED) hat über das PM JI-VAN Yojana-Programm des Ministeriums für Erdöl und Erdgas (MoPNG) vom High-Tech-Zentrum (CHT) eine Finanzhilfe in Höhe von 1,5 Milliarden Rupien erhalten. Diese Mittel sind für den Bau einer Bioraffinerie der zweiten Generation (2G) in Wave Sugar in Dhanaura, Uttar Pradesh, bestimmt, die täglich 91.000 Liter (91 KLPD) Ethanol produzieren soll. Das Projekt ist eine der ersten privaten kommerziellen 2G-Ethanol-Bioraffinerien Indiens und zielt darauf ab, landwirtschaftliche Reststoffe in nachhaltige kohlenstoffarme Kraftstoffe umzuwandeln.

Die Bioraffinerie wird die global validierte Gasfermentationstechnologie von LanzaTech mit dem heimischen sauerstoffangereicherten Biomassevergasungsverfahren von Ankur Scientific Energy Technologies integrieren. Durch eine thermisch integrierte Konfiguration wird die Anlage biomassebasiertes Synthesegas in nachhaltiges Ethanol umwandeln. Neben der Ethanolproduktion wird das Projekt eine flexible Technologieplattform schaffen, die die künftige Herstellung von grünen Chemikalien, nachhaltigen Flugkraftstoff-Zwischenprodukten und anderen erneuerbaren Molekülen unterstützt. Dies trägt zu Indiens Biokraftstoff-Zielen sowie zur Dekarbonisierung der Chemie- und Luftfahrtindustrie bei.
Die Zusammenarbeit von SED mit LanzaTech bringt internationale Kohlenstoffrückgewinnungstechnologie in das indische Biokraftstoff-Ökosystem. Das Projekt kombiniert internationale Fachkenntnisse mit der Erfahrung von SED in den Bereichen Zuckerindustrie, Bioenergie und Industrieanlagenbau und zeigt, wie technologische Kooperation die Kommerzialisierung fortschrittlicher Biokraftstoffe beschleunigen kann. Es unterstreicht die Bedeutung der Verbindung heimischer Fertigungskapazitäten mit globalen Innovationen für die Stärkung der indischen Energieunabhängigkeit.
Vivek Verma, Geschäftsführer von SED, erklärte, dass die Zuckerrohrindustrie über traditionelle Geschäftsmodelle hinausdenken müsse. Die Zukunft liege in der Schaffung integrierter bioindustrieller Ökosysteme, in denen landwirtschaftliche Reststoffe zu einer wertvollen Ressource für saubere Kraftstoffe, grüne Chemikalien und nachhaltiges Wirtschaftswachstum werden. Das Projekt entspreche der langfristigen Vision von SED, den ländlichen Raum Indiens in ein Zentrum der nächsten Generation für Bioproduktion zu verwandeln. Laut Verma ist die Bioraffinerie ein entscheidender Schritt zur Verwirklichung des SED-Konzepts „Smart Village", bei dem landwirtschaftliche Gemeinschaften aktiv an der grünen Wirtschaft teilhaben können. Die Unterstützung der Regierung im Rahmen des PM JI-VAN-Programms unterstreicht die Rolle fortschrittlicher Biokraftstoffe für die Energiesicherheit und die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen. Das Projekt vereint heimische Ingenieurskunst, globale Technologiepartner und lokale Fertigungskapazitäten und steht im Einklang mit den Visionen „Aatmanirbhar Bharat" (Selbstständiges Indien) und „Make in India" (Hergestellt in Indien), während es gleichzeitig zu den übergeordneten Zielen der Global Biofuel Alliance beiträgt.
Sukhraj Soni, Direktor für Biokraftstoffe und grüne Chemikalien bei SED, bezeichnete die Anlage als eine transformative Entwicklung im indischen Biokraftstoffsektor. Durch die Kombination von thermochemischer Vergasung mit biologischer Gasfermentation werde eine flexible Technologieplattform geschaffen, die für die Produktion von fortschrittlichem Ethanol sowie von erneuerbaren Kraftstoffen und grünen Chemieprodukten der nächsten Generation genutzt werden könne.
Da Indien seine Bemühungen um erneuerbare Energien und Kohlenstoffreduzierung verstärkt, werden Projekte wie die 2G-Ethanol-Bioraffinerie von SED voraussichtlich eine Schlüsselrolle beim Aufbau einer Kreislauf-Bioökonomie spielen. Durch die Umwandlung landwirtschaftlicher Abfälle in hochwertige Kraftstoffe und Chemikalien unterstützen sie die ländliche Wirtschaftsentwicklung und tragen zu den Zielen des Landes in Bezug auf Energiesicherheit, Nachhaltigkeit und Netto-Null-Emissionen bei.
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