de.wedoany.com-Bericht: Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU hat ein Werkzeug vorgestellt, das das Energiemanagement von Fertigungsunternehmen unterstützt und in der praktischen Anwendung mit Versorgungs- und Industrieunternehmen validiert wurde.

Das Werkzeug mit dem Namen „Energiespeichersystem in der Produktion (ESiP)-Analysator“ hilft Fabriken, erneuerbare Energien besser zu integrieren und Spitzenlasten zu senken.
Das Fraunhofer IWU erklärte in einer Mitteilung, dass der Analysator verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Energiespeichertechnologien von der Maschinen- bis zur Fabrikebene bewerten und Unternehmen bei der Planung, Integration und dem Betrieb maßgeschneiderter Energiespeicherlösungen unterstützen kann. Das Werkzeug verwendet für verschiedene Anwendungsszenarien spezifische Designmethoden und bezieht Betriebsfaktoren wie die Systemeffizienz sowie spezifische Produktionsparameter in die Simulation ein.
Das Ziel des ESiP-Analysators ist nicht nur, Unternehmen bei der Auswahl der geeigneten Energiespeichertechnologie zu helfen, sondern auch optimale Betriebsstrategien für eine langfristige, effiziente und wirtschaftliche Nutzung zu entwickeln. Die Forscher geben an, dass die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass in bestimmten Szenarien durch gezielte Simulation und optimierte Betriebsstrategien fast die Hälfte des vor Ort erzeugten Stroms genutzt werden kann. Auch die Netzstabilität profitiert von der durch die Energiespeichersysteme geglätteten Verbrauchskurve.
Der Analysator funktioniert auch dann zuverlässig, wenn die Planungsinformationen teilweise unvollständig sind. Fehlende Werte in Lastprofilen oder Produktionsdaten können durch geeignete Skalierung und Simulation ergänzt werden. Der Analysator bietet zudem durch die Kombination verschiedener Anwendungen zusätzliche Perspektiven, wie die Teilnahme am Energiemarkt und die Notstromversorgung.
Das Fraunhofer IWU wird auf der diesjährigen Smarter E Europe den aktuellen Stand des Analysators präsentieren und einen Ausblick auf die im Bau befindliche Pilotanlage in Chemnitz geben. Diese Pilotanlage, deren Inbetriebnahme für August erwartet wird, wird Künstliche Intelligenz und Analysemodelle nutzen, um den Gesundheitszustand von Batterien zu bewerten, funktionale Komponenten und geeignete Wiederverwendungspfade zu identifizieren und eine automatische Demontage von Traktionsbatterien bis auf Zellebene zu ermöglichen.
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