Nachfrage nach Dateningenieuren in Spanien steigt um 42 %
2026-06-21 15:31
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de.wedoany.com-Bericht: Der spanische Arbeitsmarkt für Technologieberufe durchläuft einen strukturellen Wandel: Die Nachfrage nach datenbezogenen Positionen steigt deutlich, während traditionelle IT-Supportstellen schrumpfen. Laut dem Bericht „Tech Cities 2026“ des zur ManpowerGroup gehörenden Unternehmens Experis stieg die Nachfrage nach Dateningenieuren zwischen 2023 und 2025 um 42 %, die nach Full-Stack-Entwicklern um 28 % und die nach Java-Entwicklern um 6 %. Gleichzeitig sank die Nachfrage nach Computertechnikern und Systemadministratoren um 20 % bzw. 7 %. Dieser Trend zeigt, dass Unternehmen ihre Prioritäten von der grundlegenden IT-Infrastruktur hin zu Datenmanagement und Anwendungsentwicklung verlagern.

Aufstieg der Datenprofis

Trotz des Nachfrageanstiegs bleibt der Fachkräftemangel die größte Herausforderung der Branche. Daten der OECD zeigen, dass in Spanien derzeit auf jeden verfügbaren Technologieexperten mehr als drei offene Stellen kommen. Dieses strukturelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bremst das Unternehmenswachstum. Myriam Blázquez, Geschäftsführerin von Experis Spanien, betont, dass der Wandel des Arbeitsmarktes nicht nur die Einführung neuer Technologien umfasse, sondern vor allem die Neudefinition von Rollen, Arbeitsdynamiken und Führungsmodellen. Unternehmen müssten mehr in kontinuierliche Weiterbildung, die Förderung menschlicher Fähigkeiten wie Kreativität und den Aufbau von Teams investieren, die mit Künstlicher Intelligenz koexistieren können.

Die Gehälter für Technologiepositionen liegen in allen analysierten Regionen über dem nationalen Durchschnitt. In Andalusien kann diese Differenz mehr als 20.000 Euro pro Jahr betragen. Das Baskenland weist mit durchschnittlich 44.553 Euro pro Jahr die höchsten Gehälter auf. Bei spezifischen Positionen können IT-Architekten mit mehr als sieben Jahren Erfahrung ein Jahresgehalt von bis zu 95.000 Euro erzielen, während DevOps-Ingenieure nahezu 90.000 Euro verdienen. Allerdings verschärfen höhere Gehälter in Ländern wie Deutschland und Frankreich die Abwanderung spanischer Fachkräfte. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass neben dem Gehalt der Schlüssel zur Mitarbeiterbindung darin liegt, ob Unternehmen ein inklusives, vielfältiges Umfeld mit echten Karriereentwicklungsmöglichkeiten bieten können.

Die geografische Verteilung der Stellenausschreibungen für Technologiepositionen ist stark konzentriert. Madrid führt mit 51,7 % der offenen Stellen die Nachfrage an, gefolgt von Katalonien mit 24,4 %. Diese beiden Autonomen Gemeinschaften vereinen zusammen 76 % der landesweiten Stellen, weit vor Andalusien (8,12 %) und der Valencianischen Gemeinschaft (7 %). Diese Daten verdeutlichen die ungleiche geografische Verteilung der Technologie-Jobchancen in Spanien.

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