Zebra Technologies sieht RFID als Schlüsseltechnologie für die Fertigungsindustrie der 2030er Jahre
2026-06-21 15:31
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de.wedoany.com-Bericht: Stephan Pottel, Director of Manufacturing Industry für Europa, den Nahen Osten und Afrika (EMEA) bei Zebra Technologies, hat kürzlich darauf hingewiesen, dass die Radiofrequenz-Identifikation (RFID) zu einer Schlüsseltechnologie werden wird, um den Erfolg der Fertigungsindustrie in den 2030er Jahren zu sichern. Diese Technologie ermöglicht die Identifizierung und Verfolgung von Komponenten, Produkten und Verpackungen, indem sie winzige elektronische Tags an Gegenständen anbringt und diese drahtlos ausliest. Ihre Bedeutung in globalen Lieferketten darf nicht unterschätzt werden.

Aus Sicht von Zebra Technologies muss die Fertigungsindustrie das Potenzial von RFID als transformative Technologie ernsthaft prüfen. Herkömmliche Maschinen und Prozesse können den künftigen Herausforderungen, darunter wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten sowie neue, von Künstlicher Intelligenz geprägte Arbeitsweisen, kaum noch gerecht werden. Die Verwaltung von unfertigen Erzeugnissen (WIP), die Bestandsgenauigkeit und die Produktionseffizienz – zentrale operative Bereiche – sind genau die Felder, in denen RFID seine Stärken ausspielt. Es nutzt elektromagnetische Felder zur Kommunikation mit elektronischen Tags und ersetzt die zeitaufwändige, manuelle Erfassung von Barcodes.

Im Gegensatz zu Barcodes können RFID-Tags ohne direkte Sichtlinie gescannt werden. Die Daten werden auf einem Mikrochip gespeichert und drahtlos an ein Lesegerät übertragen. Passive Tags benötigen keine Batterie und sind kostengünstig, haben aber eine geringere Reichweite. Sie eignen sich für die Massenverfolgung einzelner Artikel wie Suppendosen, Kleidungsstücke und verschiedener Artikel in Versandkartons. Aktive RFID-Tags verfügen über eine eingebaute Batterie und haben eine größere Reichweite. Sie können in Fabrikmaschinen, Werkzeugen, Lagereinheiten und Gabelstaplern eingesetzt werden und gleichzeitig als Sensoren dienen, um die Temperatur von verderblichen Verpackungen zu überwachen und bei Temperaturabweichungen ein Alarmsignal an ein Fernüberwachungssystem zu senden. Die Technologie kann auch das Risiko von Geräteausfällen erkennen und verlorene, teure tragbare Gegenstände aufspüren. Die Suche nach Gegenständen kann bis zu 20 % der täglichen Arbeitszeit der Mitarbeiter verschwenden. Aktive RFID-Tags sind jedoch teurer und eignen sich besser für geschlossene Kreisläufe wie wiederverwendbare Transportverpackungen, während passive Lösungen zu einem Bruchteil der Kosten die grundlegenden Anforderungen erfüllen können.

In den letzten Jahren haben Hersteller durch verschiedene Digitalisierungstechnologien ihre Produktivität gesteigert, und RFID ist der nächste Schritt in diesem Prozess. RFID bietet rund um die Uhr Echtzeit-Transparenz, verbessert die Bestandsgenauigkeit, optimiert Arbeitsabläufe und hilft bei der Steuerung von Angebot und Nachfrage, der Reaktion auf Wetteränderungen oder dringende Aufträge. Im Bereich der Qualitätskontrolle kann RFID schnell fehlerhafte Produkte oder abgelaufene Rohstoffe lokalisieren. Weitere wichtige Anwendungsbereiche sind: Überwachung der Verlustraten in und nach der Produktion, um mögliche Quellen für internen oder transportbedingten Warendiebstahl zu identifizieren; Zutrittskontrolle durch RFID-fähige Ausweise und Pässe, die gleichzeitig bestätigen, wann sich eine Person im Gebäude befindet; Bereitstellung detaillierter Daten für Just-in-Time- und Last-Mile-Strategien, die anzeigen, welches Objekt (und welche Person) sich zu welcher Zeit an welchem Ort befindet.

Zebra Technologies gibt an, dass seine Lösungen die Einbettung, Integration und Bereitstellung von RFID unterstützen, ohne dass es zu langen Stillstandszeiten in der Fabrik oder im Lager kommt. RFID ist für die rauesten Umgebungen geeignet, von Kühlhäusern bis hin zu hohen Temperaturen, gefriert bei Minusgraden nicht und kann von fest installierten Lesegeräten mit Weitwinkelantennen kontinuierlich überwacht werden. Das Unternehmen verfügt außerdem über ultraschnelle RFID-Scangeräte, die über 1300 Tags pro Sekunde scannen können, und arbeitet mit Druckern zusammen, die RFID-Zutrittskarten bedrucken. Derzeit gewinnt RFID in der globalen Fertigungsindustrie starke, aber noch begrenzte Dynamik. Sein volles Potenzial muss durch die Entscheidungen von heute und morgen ausgeschöpft werden.

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