Deutscher Netzbetreiber 50Hertz vergibt 2,5-Milliarden-Euro-Auftrag für Konverterplattform an NEPTUN Werft
2026-06-22 09:31
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de.wedoany.com-Bericht: Der deutsche Netzbetreiber 50Hertz hat den Auftrag für den Bau von Schlüsselkomponenten einer Offshore-Konverterplattform an die NEPTUN Werft in Rostock-Warnemünde vergeben. Das Auftragsvolumen beläuft sich voraussichtlich auf rund 2,5 Milliarden Euro, wobei der Großteil der Arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt wird.

Die Konverterplattform ist eine zentrale Infrastruktur für die Offshore-Windenergie und dient der Umwandlung und Übertragung des auf See erzeugten Stroms an Land. Der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) begrüßte diesen Auftrag als positives Signal für die heimische industrielle Wertschöpfungskette und die Resilienz der Lieferkette. Schätzungen zufolge werden durch das Projekt über 500 neue Arbeitsplätze in den beteiligten Unternehmen und Zulieferbetrieben geschaffen. Der BWO erklärte, dass die Wiederbelebung der heimischen Offshore-Fertigungskapazitäten dazu beitrage, die Resilienz der Offshore-Windenergie-Lieferkette zu stärken, externe Abhängigkeiten zu verringern und die industriellen Kapazitäten für den weiteren Ausbau der Windenergie in Nord- und Ostsee zu sichern.

Stefan Thimm, Geschäftsführer des BWO, erklärte, der Auftrag zeige das Potenzial der Offshore-Windenergie für industrielle Wertschöpfung, Beschäftigung und Innovation und sehe ihn als Ausdruck der industriepolitischen Bemühungen von Bundes- und Landesregierungen. Die Landesregierungen von Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern hatten sich zuvor mehrfach für die Stärkung der Werftstandorte eingesetzt. Der BWO verknüpft den Auftrag zudem mit seinen breiteren Reformforderungen und betont, dass für eine industrielle Wertschöpfung eine verlässliche Projektpipeline erforderlich sei. Der Verband setzt sich für ein indexiertes zweiseitiges Differenzvertragsmodell (Contracts for Difference) ein und plädiert für eine gesetzliche Verankerung einer Option, die es ermöglicht, Offshore-Windparkflächen zurückzugeben, wenn diese unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen nicht mehr rentabel betrieben werden können. Diese Option ist Gegenstand der geplanten Novelle des deutschen Windenergie-auf-See-Gesetzes.

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