de.wedoany.com-Bericht: Experten weisen darauf hin, dass Windows-11-Nutzer eine Reihe von Open-Source-Software als Ersatz für die vorinstallierten Microsoft-Apps nutzen können, um die Beeinträchtigung durch gebündelte Dienste zu verringern und die Kontrolle zu erhöhen. Diese Alternativen decken gängige Bereiche wie Browser, Cloud-Synchronisation, E-Mail-Clients und Videobearbeitung ab.
Im Bereich der Browser basiert Microsoft Edge auf dem Chromium-Kern und ist in Windows vorinstalliert, integriert jedoch in der Seitenleiste Microsoft-Dienste und den Copilot-Chat-Button. Zudem werden beim Besuch der Chrome-Downloadseite Warnhinweise eingeblendet oder kostenpflichtige Werbeanzeigen geschaltet. Im Gegensatz dazu konzentriert sich der von Mozilla entwickelte Firefox auf das reine Surfen, bietet Datenschutzkontrollen, Anpassungsoptionen und Tausende von Erweiterungen bei einer schlichteren Benutzeroberfläche.
Für den Cloud-Speicher-Synchronisationsbedarf bietet Microsoft OneDrive standardmäßig 5 GB kostenlosen Speicherplatz und leitet Nutzer dazu an, Microsoft 365 zu abonnieren, um 1 TB Kapazität zu erhalten. Syncthing ist ein Open-Source-Synchronisationstool, das eine private, sichere und kostenlose Dateisynchronisation zwischen Geräten ermöglicht, ohne auf Cloud-Speicher angewiesen zu sein.
Im Bereich der E-Mail-Clients integriert das neue Microsoft Outlook E-Mails, Kalender, Kontakte, Aufgaben und Cloud-Dienste, leidet jedoch unter Problemen wie einer unübersichtlichen Einrichtung und Werbung im Posteingang. Das von Mozilla entwickelte Thunderbird wird von einigen Nutzern verwendet und konzentriert sich auf die grundlegenden Funktionen des E-Mail-Verkehrs, ohne zusätzliche kommerzielle Werbung einzubringen.
Die Videobearbeitungsanwendung Clipchamp wurde von Microsoft übernommen; die aktuelle Version erfordert eine Anmeldung und die Benutzeroberfläche enthält Werbung für Microsoft 365. Kdenlive ist ein Open-Source-Multitrack-Videoeditor, der in seinen Funktionen mit iMovie vergleichbar oder sogar überlegen ist, Linux und macOS unterstützt und trotz einer etwas steileren Lernkurve umfassendere Funktionen bietet.
Einige Nutzer bevorzugen eine noch radikalere Alternative, nämlich die Umstellung auf das Open-Source-Betriebssystem Linux, wie etwa die speziell für ehemalige Windows-Nutzer entwickelte Distribution Zorin OS. Diese Lösung kann das vorinstallierte Software-Ökosystem von Microsoft auf Systemebene umgehen, erfordert jedoch, dass sich die Nutzer an eine andere Bedienlogik gewöhnen.
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