de.wedoany.com-Bericht: Der spanische Stahlverband (Unesid) hat darauf hingewiesen, dass die von der Regierung als Reaktion auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Konflikts ergriffenen vorübergehenden Maßnahmen die Energiekosten im Vergleich zu einem Szenario ohne diese Maßnahmen um rund 14 % gesenkt haben. Der Verband fordert, diese vorübergehenden Maßnahmen in strukturelle Regelungen umzuwandeln.

Carola Hermoso, Generaldirektorin von Unesid, erklärte auf einer Pressekonferenz in Madrid, dass diese Maßnahmen die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf die Stromerzeugung sowie Rabatte auf Netznutzungsentgelte für energieintensive Verbraucher umfassen. Sie betonte, dass es in einer komplexen Lage, die Unterstützung erfordere, von entscheidender Bedeutung sei, das strukturelle Problem der hohen Energiekosten anzugehen.
Unesid traf sich kürzlich mit dem ersten stellvertretenden Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo sowie dem Industrieminister Jordi Hereu, um strukturelle Anforderungen zu erörtern. Eine der Prioritäten der Branche ist die Verbesserung der Mittelzuweisung für den Mechanismus zur Kompensation indirekter CO₂-Kosten. Unesid ist der Ansicht, dass die Mittel nach der Aufnahme neuer Teilnehmer mindestens 1 Milliarde Euro betragen sollten.
Bernardo Velázquez, Präsident von Unesid, bewertete, dass erneuerbare Energien im aktuellen geopolitischen Kontext die Strompreise relativ gut stabilisiert hätten, diese jedoch nach Hinzurechnung von Steuern, Netznutzungsentgelten und Systemkosten weiterhin hoch seien. Er forderte, die vorübergehenden Maßnahmen in strukturelle Maßnahmen umzuwandeln, um die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Industrie zu stärken.
Velázquez wies darauf hin, dass die Hauptauswirkungen der Krise unter anderem den Anstieg der Erdgaspreise umfassen, der die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Vergleich zu den USA und anderen Erdgasproduzenten, die nicht von der Lage betroffen sind, schwächt.
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