2028: Stadler und ARST präsentieren schmalspurigen Wasserstoffzug für Italien
2026-06-22 13:42
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler und die sardische Verkehrsgesellschaft ARST (Trasporti Regionali della Sardegna) haben im Inbetriebnahmezenter in Erlen (Schweiz) gemeinsam den weltweit ersten Wasserstoffzug vorgestellt, der speziell für Schmalspurstrecken konzipiert ist. Der Zug soll ab 2028 auf dem von ARST betriebenen Schmalspurnetz im Personenverkehr eingesetzt werden und Verbindungen wie den Flughafen Alghero (Alghero Airport) nach Mamuntanas, Sassari nach Alghero sowie Sassari nach Sorso bedienen.

Stadler und ARST präsentieren den weltweit ersten schmalspurigen Wasserstoffzug

Das Antriebssystem des Zuges besteht aus integrierten Wasserstoff-Brennstoffzellen und Wasserstoffspeichertanks. Die Stromerzeugungshardware ist in einem speziellen zentralen Wagenmodul namens „Power Pack" untergebracht. Dieses System fungiert als mobiles Batterieladegerät, wandelt gespeicherten Wasserstoff kontinuierlich in elektrische Energie um, versorgt die Hauptfahrmotoren und lädt die fahrzeugseitigen Traktionsbatterien, sodass das Fahrzeug ohne Oberleitungen auf nicht elektrifizierten Strecken verkehren kann. Der für die Betankung benötigte Wasserstoff stammt aus einer Produktionsanlage, die vollständig mit 100 % Solar-Photovoltaik-Arrays betrieben wird. Gemäß dem Auftrag von ARST über zehn Züge werden diese wasserstoffbetriebenen Einheiten herkömmliche Diesellokomotiven ersetzen und jährlich über 2.100 Tonnen CO₂-Emissionen einsparen.

Um den niedrigen Achslastbeschränkungen der italienischen Schmalspurinfrastruktur gerecht zu werden, verwendet die Fahrzeugplattform ein schmales Profil aus fortschrittlichen Leichtbaumaterialien. Der Innenraum verfügt über einen Niederflureinstieg für einen barrierefreien Zugang für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität sowie über Panoramafenster, eine automatische Klimaanlage und im Vergleich zu Dieseltriebzügen minimierte strukturelle Schwingungsgrundwerte. Das Führerhaus bietet dem Betriebspersonal eine separate Einstiegstür und eine unabhängige Klimaanlage. Die Züge werden vor der offiziellen kommerziellen Inbetriebnahme Vor-Ort-Validierungen und Strukturtests unterzogen, um die von der italienischen Nationalen Agentur für die Sicherheit von Eisenbahnen, Straßen und Autobahnen (ANSFISA) festgelegten Sicherheitskriterien zu erfüllen.

Diese Lieferung basiert auf einem Rahmenvertrag zwischen ARST und Stadler aus dem Jahr 2023, der insgesamt zehn Fahrzeuge für das sardische Regionalnetz umfasst. Das Modernisierungsprogramm wird von der italienischen Regierung sowie dem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr unterstützt und zielt auf eine systematische Dekarbonisierung der nationalen Eisenbahnkorridore ab. Die von Stadler entwickelte Wasserstofftechnologie wird auch von anderen Regionalbetreibern übernommen; der Auftragsbestand im Produktionshauptsitz in Bussnang (Schweiz) umfasst neun schmalspurige Wasserstofftriebzüge für die Ferrovie della Calabria (FdC) sowie zwei Einheiten für das Netz der Ferrovia Circumetnea (FCE) auf Sizilien.

Dieser Artikel wurde von Wedoany übersetzt und bearbeitet. Bei jeglicher Zitierung oder Nutzung durch künstliche Intelligenz (KI) ist die Quellenangabe „Wedoany“ zwingend vorgeschrieben. Sollten Urheberrechtsverletzungen oder andere Probleme vorliegen, bitten wir Sie, uns unverzüglich zu benachrichtigen. Wir werden den entsprechenden Inhalt umgehend anpassen oder löschen.

E-Mail: news@wedoany.com