de.wedoany.com-Bericht: Fryte Mobility hat in Zusammenarbeit mit Traton Charging Solutions und MAN Charge & Go an den drei MAN-Standorten München, Dachau und Nürnberg ein Pilotprojekt zur Buchung von Ladeinfrastruktur gestartet. Laut einer Pressemitteilung von Fryte Mobility vom 22. Juni gibt es an den Entladebereichen dieser vier Standorte jeweils einen Ladepunkt, der von den vier teilnehmenden Transportunternehmen reserviert werden kann.

Die Transportdienstleister Kloiber, Johann Dettendorfer Spedition, Jan de Rijk Logistics und Schachinger Logistik können über die FRYTE-Plattform die werkseigenen Ladepunkte im Voraus reservieren. Die Dispositionssysteme der Logistikpartner können verbindliche Ladezeitfenster buchen, die auf ihre jeweiligen Transport- und Entladeprozesse abgestimmt sind.
Das Pilotprojekt zielt darauf ab, eine zentrale Herausforderung bei der Elektrifizierung des Lieferverkehrs zu lösen: Elektro-Lkw benötigen nicht nur leistungsstarke Ladepunkte, sondern vor allem einen zuverlässigen Zugang zu diesen in engen Zeitfenstern. Insbesondere bei Werksverkehr, Entladezeitfenstern und getakteten Logistikprozessen ist die planbare Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur ein entscheidender Faktor für den Betrieb von Elektro-Lkw.
Die Ladeinfrastruktur wird von Traton Charging Solutions betrieben. Über das Backend-System dieses Anbieters wird die Ladeinfrastruktur über die OCPI-Schnittstelle in die FRYTE-Plattform integriert, wodurch eine technische und administrative Buchung der Ladepunkte ermöglicht wird. Bei der Integration wurden gemeinsam spezifische Buchungsregeln definiert, darunter Betriebszeiten, verfügbare Ladezeitfenster, Regeln zur Buchungsflexibilität und andere standortbezogene Parameter. Die FRYTE-Plattform digitalisiert diese Regeln und stellt sie den Dispositionssystemen der Logistikpartner zur Verfügung.
So entsteht ein durchgängiger Prozess von der Transportplanung über die Buchung von Ladezeitfenstern bis zur Nutzung der werkseigenen Ladeinfrastruktur. Dies bietet Logistikunternehmen eine höhere Planungssicherheit und hilft den Betreibern der Ladeinfrastruktur, die Auslastung der Ladepunkte besser zu steuern und zu erhöhen.
Im Pilotprojekt wird MAN Charge & Go als Ladekarte für die Authentifizierung und Abrechnung der Ladekosten eingesetzt. Die teilnehmenden Transportdienstleister erhalten entsprechende Ladekarten, mit denen die Fahrer die gebuchten Ladevorgänge im Werk aktivieren können. Michael Zehmisch, Leiter der eSolutions-Entwicklung bei MAN Transport Solutions, erklärte, dass das Pilotprojekt durch MAN Charge & Go eine bequeme Authentifizierung und Kostenabrechnung der Ladevorgänge gewährleistet und so einen klaren und benutzerfreundlichen Prozess für die beteiligten Logistikpartner schafft: Buchung des Ladezeitfensters, Authentifizierung vor Ort und Abrechnung der Ladekosten.
Auf diese Weise werden Buchung, Zugang und Abrechnung in einem Prozess vereint. Die Kombination aus FRYTE-Plattform, der Ladeinfrastruktur von Traton Charging Solutions und MAN Charge & Go zielt darauf ab, einen praktikablen Prozess für den elektrifizierten Lieferverkehr in den MAN-Werken zu schaffen.
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