Island und Polen haben vor Kurzem ein Geothermie-Synergieprojekt gestartet, das eine starke Geothermie-Partnerschaft zwischen den beiden Ländern fördern soll. Das von der Finanzfazilität des Europäischen Wirtschaftsraums (FM EEA) und dem norwegischen Zuschussprogramm finanzierte Projekt unterstreicht den Wert der internationalen Zusammenarbeit bei der Erreichung nachhaltiger Energieziele. Durch die Kombination des ungenutzten geothermischen Potenzials Polens mit der jahrzehntelangen Expertise Islands wird das Projekt den Weg für eine umweltfreundlichere und widerstandsfähigere Energieentwicklung ebnen.
Der Finanzierungsmechanismus des Europäischen Wirtschaftsraums wird gemeinsam von Island, Liechtenstein und Norwegen betrieben, um die reibungslose Umsetzung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa zu unterstützen. Das Projekt steht im Einklang mit dem Gesamtziel des Abkommens, die Wissens-, Technologie- und Infrastrukturlücken zwischen den teilnehmenden Ländern zu schließen. Dies stellt einen wichtigen Schritt zur Erreichung der europäischen Klimaziele dar, wie sie im europäischen Green Deal festgelegt sind.
Polen verfügt über reiche geothermische Ressourcen, vor allem Niedertemperatur-Geothermie, die sich für direkte Anwendungsszenarien wie Fernwärme, Baden und industrielle Prozesse eignen. Allerdings verhindern die begrenzte Infrastruktur und regulatorische Hürden die vollständige Erschließung dieser Ressource. Im Gegensatz dazu hat sich Island zu einem weltweit führenden Land im Bereich der Geothermie entwickelt. Island verfügt über ein fortschrittliches geothermisches System, das 90 % der Fernwärmeversorgung des Landes sichert und 30 % der Stromerzeugung beiträgt. Damit ist das Land ein Vorbild für die effiziente Nutzung dieser erneuerbaren Energiequelle.
Allerdings besteht im Vergleich zu Island noch Verbesserungsbedarf bei der Erschließung geothermischer Ressourcen in Polen. Ende 2022 waren in Polen zehn geothermische Fernwärmesysteme mit einer installierten Gesamtleistung von 123,4 MW in Betrieb, was einem Anstieg von 26 % seit 2019 entspricht. Auch die Technologie der Oberflächengeothermie, einschließlich Wärmepumpen, hat sich deutlich weiterentwickelt; die installierte Leistung dürfte bis 2022 900 MW übersteigen.
Das EWR-Abkommen gibt Polen die Möglichkeit, isländisches Fachwissen zu nutzen und so eine nachhaltige Entwicklung und gegenseitiges Lernen zu fördern. Trotz der Fortschritte bei der Erschließung geothermischer Ressourcen ist der Anteil der Geothermie am polnischen Energiemix nach wie vor vernachlässigbar. Herausforderungen wie eine begrenzte Infrastruktur, hohe anfängliche Investitionskosten und strenge Vorschriften behindern die weitere Entwicklung. Gleichzeitig hat sich Island zu einem weltweit führenden Land im Bereich der Geothermie entwickelt. Islands geothermische Ressourcen decken 90 % der Fernwärme und tragen 30 % zur Stromerzeugung bei. Dies deutet darauf hin, dass diese Ressourcen nicht nur effektiv genutzt werden, sondern auch über ein gewisses Entwicklungspotenzial verfügen.




