Geothermie-Explorationsprojekt in Graz, Österreich, schreitet voran – seismische Messungen gestartet
2026-02-22 07:10
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Das Geothermie-Explorationsprojekt in Graz, Steiermark, Österreich, hat die Phase der seismischen Messungen erreicht, die diese Woche begonnen haben. Das Projekt wird vom Energieunternehmen OMV durchgeführt. Trotz anhaltender Kontroversen mit der Stadt Graz über die Verantwortungsverteilung hat der Versorger Energie Steiermark bereits etwa 5 Millionen Euro für die seismischen Untersuchungen vorgeschossen.

Die seismischen Messungen werden bis April 2026 andauern. Spezielle Vibrationsfahrzeuge erzeugen auf öffentlichen Straßen Schwingungen, die von den unterirdischen Schichten reflektiert und von Geophonen aufgezeichnet werden. Die Arbeiten beginnen in den Bezirken Feldbach und Riegersburg und werden sich anschließend auf Graz und seine Umgebung ausdehnen, darunter Weiz, Voitsberg, Leibnitz und der Deutsche Alpenverein. Die gesamte Untersuchungsstrecke beträgt etwa 900 Kilometer. Drei Fahrzeuge sind gleichzeitig im Einsatz, und ihr Status kann über eine von OMV bereitgestellte Online-Karte in Echtzeit verfolgt werden.

Der ursprüngliche Plan für das Grazer Geothermieprojekt sah vor, dass OMV, Energie Steiermark und Energie Graz gemeinsam eine geothermische Anlage mit einer thermischen Leistung von 140 MW entwickeln. Diese sollte ab 2030/2031 jährlich 400 bis 500 GWh Wärme für die Region Oststeiermark bis zum Großraum Graz liefern. Die Stadt Graz ist jedoch nicht bereit, die damit verbundenen Verpflichtungen zu übernehmen, da sie ein mögliches Haftungsrisiko von über 200 Millionen Euro befürchtet.

Diese Situation unterstreicht die Bedeutung eines soliden öffentlich-privaten Partnerschaftsrahmens und früher Risikoteilungsmechanismen bei Geothermie-Explorationsprojekten. Wie das Projekt nach der ersten Explorationsphase konkret weitergeführt wird, ist derzeit noch nicht klar.

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