MSC verspricht, den Umschlag im Hamburger Hafen bis 2031 auf eine Million TEU zu steigern und investiert 450 Millionen Euro
2026-06-22 16:41
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de.wedoany.com-Bericht: Die Mediterranean Shipping Company (MSC) hat kürzlich zugesagt, den Containerumschlag im Hamburger Hafen bis 2031 auf jährlich eine Million TEU zu verdoppeln und investiert zu diesem Zweck 450 Millionen Euro in die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA). Der Investitionsplan umfasst auch die Einrichtung einer neuen deutschen Zentrale in Hamburg.

Im Rahmen der Kapitalumstrukturierung bereitet sich HHLA darauf vor, die verbleibenden Minderheitsaktionäre auszuzahlen. Am 11. Juni wird die Hauptversammlung von HHLA eine Zwangsmaßnahme zum Ausschluss der noch an der Gesellschaft beteiligten Kleinaktionäre offiziell genehmigen. Die betroffenen Aktionäre erhalten eine Abfindung von 21 Euro pro Aktie, was einem Aufschlag von über 25 % gegenüber den ursprünglich von MSC im Jahr 2023 vorgeschlagenen 16,75 Euro pro Aktie entspricht. Derzeit kontrolliert die von der Stadt Hamburg und MSC gemeinsam gegründete Hamburger Hafen-Investitionsgesellschaft mehr als 95 % der HHLA-Aktien und hat damit die gesetzliche Schwelle für den Zwangsausschluss erreicht.

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Diese Kapitalumstrukturierung wurde vor einigen Monaten eingeleitet. Im September 2024 genehmigte die Hamburgische Bürgerschaft den Einstieg von MSC, anschließend gab auch die Europäische Kommission grünes Licht. Gemäß der endgültigen Vereinbarung hält die Stadt Hamburg 50,1 % der Anteile an dem Unternehmen, MSC hält 49,9 %. Als Gegenleistung verpflichtete sich MSC zu erheblichen Kapitalinvestitionen, um den Hafenbetrieb zu modernisieren und den Umschlag zu steigern.

Die Investition von 450 Millionen Euro wird die Kapitalbasis von HHLA stärken und dem Terminalbetreiber helfen, im globalen Container-Schifffahrtsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Sollte das von MSC gesetzte Ziel einer Verdoppelung des Umschlags innerhalb von sieben Jahren erreicht werden, würde dies die Position des Hamburger Hafens in der europäischen Logistiklandschaft neu definieren. Für die Kleinaktionäre markiert die Abfindung von 21 Euro pro Aktie das Ende ihrer Beteiligung. Obwohl einige ursprüngliche Investoren die Bewertung infrage stellen, ob sie das langfristige Potenzial des Unternehmens unter der neuen Joint-Venture-Struktur angemessen widerspiegelt, räumt der Zwangsausschluss rechtliche Hürden für die Stadt Hamburg und MSC aus dem Weg, um HHLA ohne Störungen durch Minderheitsaktionäre zu betreiben.

Nach Angaben des Hamburger Hafens belief sich der gesamte Containerumschlag im Jahr 2025 auf 8,3 Millionen TEU, ein Anstieg von 7,3 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 7,8 Millionen TEU); der Containerumschlag nach Tonnage stieg um 4,6 %.

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