Kazera Global erzielt Vergleich über 10,5 Millionen US-Dollar mit Hebei Xinjian aus China im namibischen Tantal-Schiedsverfahren
2026-06-23 17:32
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de.wedoany.com-Bericht: Nach dem Schiedsspruch im Fall Aftan (African Tantalum) hat das an der AIM notierte Unternehmen Kazera Global einen endgültigen Vergleich mit der Hebei Xinjian Construction Co., Ltd. erzielt. Aftan ist der ehemalige Tantal- und Lithiumbergbaubetrieb von Kazera in Namibia.

Gemäß den Vergleichsbedingungen muss Hebei Xinjian zunächst eine Anzahlung von 500.000 US-Dollar an Kazera leisten. Die Überweisung dieser Zahlung aus Namibia wird erwartet; beide Parteien befinden sich in der Abwicklung der erforderlichen Bank- und Devisenkontrollverfahren, um den Zahlungseingang sicherzustellen. Nach Eingang dieser Anzahlung tritt die Vergleichsvereinbarung offiziell in Kraft.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Kazera insgesamt 10,5 Millionen US-Dollar erhält, zahlbar in Raten bis Dezember 2029. Der Vergleich bietet Kazera zudem einen verbesserten Schutz vor Abwärtsrisiken sowie eine Option zur vorzeitigen Ablösung. Im Rahmen des Vergleichs wird Hebei Xinjian seinen Antrag auf Überprüfung des ursprünglichen Schiedsverfahrens zurückziehen.

Rückblickend schloss Kazera im Dezember 2022 mit Hebei Xinjian eine Vereinbarung über den Aktienverkauf und die Rückzahlung von Darlehen im Zusammenhang mit Aftan. Aufgrund erheblicher Zahlungsverzüge von Hebei Xinjian leitete Kazera ein Schiedsverfahren in Namibia ein. Am 7. Mai 2025 gab Kazera bekannt, dass der Schiedsspruch weitgehend zu seinen Gunsten ausgefallen sei und eine Entschädigungssumme von rund 11,9 Millionen US-Dollar zuzüglich laufender Zinsen und Kosten vorsehe.

Kazera hatte zuvor bereits rund 4,1 Millionen US-Dollar von Hebei Xinjian erhalten. Zusammen mit der Vergleichssumme von 10,5 Millionen US-Dollar beläuft sich der vertraglich vereinbarte gesamte Bareingang aus dieser Transaktion auf rund 14,6 Millionen US-Dollar. Kazera weist darauf hin, dass dieser Betrag die ursprünglich im Aftan-Verkaufsvertrag von 2022 vereinbarte feste Barvergütung von rund 13 Millionen US-Dollar übersteigt.

Die Vergleichsvereinbarung enthält zudem eine Klausel zur vorzeitigen Ablösung: Sollte Hebei Xinjian den Gesamtbetrag bis zum 31. Dezember 2025 vollständig zahlen, wird ein Abschlag auf 9 Millionen US-Dollar gewährt. Kazera erklärte, dass der Vergleich im Vergleich zum Vollstreckungsverfahren des Schiedsspruchs einen strukturierten Alternativweg biete. Obwohl die rechtliche Position günstig sei, bestünden beim Vollstreckungsverfahren inhärente Unsicherheiten hinsichtlich Zeitaufwand, Kosten und tatsächlicher Durchsetzbarkeit.

Der Vorstand von Kazera plant derzeit, nach Abwägung rechtlicher, steuerlicher, betriebsmittelbezogener und aufsichtsrechtlicher Faktoren etwa 80 % der Nettoerlöse aus dem Vergleich an die Aktionäre zurückzugeben. Sobald die Anzahlung von 500.000 US-Dollar eingeht, wird dies voraussichtlich den kurzfristigen externen Finanzierungsbedarf des Unternehmens deutlich reduzieren, die Flexibilität der Betriebsmittel erhöhen und es dem Management ermöglichen, sich auf die Produktionssteigerung der Tochtergesellschaft Whale Head Minerals (WHM), die Partnerschaft mit Rare Earth Minerals International (REMI) und die Arbeiten an der Bergbaulizenz 2A zu konzentrieren.

WHM unterzeichnete im Mai dieses Jahres eine verbindliche Produktionsbeteiligungsvereinbarung mit der südafrikanischen Mineralverarbeitungsgruppe REMI, wonach die Produktion des Schwerer Mineralsand-Projekts Walviskop in der südafrikanischen Provinz Nordkap im Verhältnis 50:50 aufgeteilt wird.

Der Interims-CEO Richard Jennings erklärte, die Unterzeichnung des Vergleichs sei ein wichtiger positiver Meilenstein für Kazera und seine Aktionäre und biete einen klaren Weg für die zukünftige Wertrealisierung. Er erläuterte, dass der Vorstand zwar großes Vertrauen in die rechtliche Position habe, sich aber stets dafür einsetze, das bestmögliche tatsächliche Geschäftsergebnis für die Aktionäre zu erzielen. Nach Abwägung der Unsicherheiten, des Zeitaufwands und der Kosten alternativer Vollstreckungswege biete diese Vereinbarung eine höhere Sicherheit, einen sinnvollen Abwärtsschutz und ein attraktives Geschäftsergebnis.

Jennings wies darauf hin, dass der Vergleich mit der umfassenderen strategischen Absicht des Vorstands übereinstimme, Kazera in eine strenge Investmentgesellschaft zu verwandeln, die sich auf Wertschöpfung, Monetarisierung und Kapitaldisziplin konzentriert. Er betonte, dass der Vergleich, die REMI-Verarbeitungsvereinbarung und der Vorstoß zur Sicherung der kritischen Bergbaulizenz 2A weitere Belege dafür seien, dass der neue Vorstand schnell voranschreite, die Grenzen zu historischen Altlasten und dem Versagen des früheren Managements ziehe und sich auf die Beschleunigung der Monetarisierung der werthaltigen Vermögenswerte des Unternehmens konzentriere. Er erklärte, der nächste Schwerpunkt des Unternehmens liege darauf, kurzfristig den Competent-Person-Report für das 2A-Projekt zu erstellen und zu veröffentlichen.

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