de.wedoany.com-Bericht: Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat kürzlich die weltweit erste internationale Norm speziell für die Messung der Verdampfungsrate (BOR) von Ladungsrückhaltesystemen für Flüssigerdgas (LNG)-Schiffe veröffentlicht: ISO 21154:2026 „Schiffe und Meerestechnik – Messverfahren für die Verdampfungsrate (BOR) von Ladungsrückhaltesystemen für Flüssigerdgas-Schiffe". Diese internationale Norm wurde von China angeführt und vereint das Fachwissen von Experten aus den USA, Südkorea, Japan, Norwegen und Singapur. Sie markiert einen weiteren wichtigen Beitrag Chinas zum Bereich der Hochtechnologie-LNG-Schiffe, nachdem bereits die internationale Norm für Tieftemperatur-Ventile veröffentlicht wurde.
Die Verdampfungsrate ist ein Kernindikator zur Bewertung der Isolationsleistung und Betriebseffizienz von Ladungsrückhaltesystemen für LNG-Schiffe. Sie steht in direktem Zusammenhang mit den Betriebskosten des Schiffes, den Transportverlusten der Ladung und den Treibhausgasemissionen. Lange Zeit fehlte ein einheitlicher globaler Teststandard, was zu nicht vergleichbaren Ergebnissen, Handelsstreitigkeiten und Garantieauseinandersetzungen führte und die qualitativ hochwertige Entwicklung der LNG-Industriekette sowie die effiziente Verknüpfung des globalen Energietransports erheblich behinderte.
Mit der beschleunigten Transformation der globalen Energiestruktur und dem anhaltenden Wachstum der weltweiten Nachfrage nach sauberer Energie steigt die Zahl der gebauten LNG-Schiffe erheblich. Die Entwicklung einer einheitlichen, wissenschaftlichen und autoritativen internationalen Norm für BOR-Tests ist zu einem dringenden Bedarf der globalen maritimen Gemeinschaft geworden. Diese internationale Norm legt systematisch die sechs Kernelemente des BOR-Testprozesses für Ladungsrückhaltesysteme von LNG-Schiffen fest: Testprinzipien, Testbedingungen, Testausrüstung, Testablauf, Datenerfassung und -verarbeitung sowie Testbericht. Der Testablauf spezifiziert die während der drei Phasen Beladung, Fahrt und Entladung gemessenen Daten. Bemerkenswert ist, dass die Norm angesichts der Bedeutung von Windgeschwindigkeit und Fahrtstrecke für den stabilen Zustand der LNG-Ladung für die Testdaten während der Fahrt Grenzwerte für Windgeschwindigkeit und Fahrtstrecke festlegt. Für Fälle mit kurzer Fahrtstrecke wird eine Mindestdatenmenge vorgeschrieben, um die Gültigkeit der Daten zu gewährleisten und die Anwendbarkeit der Norm zu verbessern. Die Norm ist umfassend auf die Ladungsrückhaltesysteme von LNG-Transportschiffen, LNG-Floating Storage and Regasification Units (FSRUs) und LNG-Bunkerschiffen anwendbar und kann auch als Referenz für die Messung der Verdampfungsrate von Kraftstoffrückhaltesystemen von LNG-betriebenen Schiffen dienen. Der technische Inhalt der Norm deckt die derzeit gängigen Ladungsrückhaltesysteme vollständig ab und zeichnet sich durch breite Anwendbarkeit und Zukunftsorientierung aus.
Es wird berichtet, dass diese internationale Norm von der Hudong-Zhonghua Shipbuilding (Group) Co., Ltd. unter der China State Shipbuilding Corporation (CSSC) angeführt und gemeinsam mit dem Institut für Integrierte Technologie und Wirtschaftsforschung der CSSC geleitet wurde. Sie wurde im Jahr 2023 durch das ISO-Komitee für Schiffe und Meerestechnik (ISO/TC 8) initiiert. Die Veröffentlichung dieser internationalen Norm spiegelt die positive Wechselwirkung zwischen Normen, Forschung und technologischer Umsetzung in der chinesischen Schiffbauindustrie innerhalb der LNG-Industriekette wider und unterstreicht die Fähigkeit und Verantwortung Chinas, sich tiefgehend an der globalen maritimen Governance zu beteiligen und das internationale Normensystem zu verbessern.
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