Nvidia veröffentlicht Halos, ein ganzheitliches Sicherheitssystem für Roboter
2026-06-24 11:34
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de.wedoany.com-Bericht: Auf der Automate 2026 in Chicago hat Nvidia Halos for Robotics vorgestellt, ein ganzheitliches Sicherheitssystem für Roboter, das Chips, Sensoren, Betriebssysteme und Sicherheitszertifizierungen umfasst.

Das System nutzt Nvidias über 18.600 Ingenieurjahre an Sicherheitserfahrung im Bereich des autonomen Fahrens sowie 7 Millionen Zeilen geprüften Codes, um eine einheitliche Sicherheitsarchitektur für autonome Roboter bereitzustellen. Das zentrale Sicherheitsframework wurde als Open Source veröffentlicht und steht der Industrie offen.

Halos zielt darauf ab, die Sicherheitsherausforderungen zu bewältigen, die entstehen, wenn verkörperte Roboter vom Labor in industrielle Umgebungen überführt werden. Während industrielle Roboterarme in der Vergangenheit auf physische Abschirmung angewiesen waren, benötigen die neuen Robotergenerationen systemweite Sicherheitslösungen. Die Halos-Architektur ist in vier Schichten unterteilt: Plattformsicherheit, sicheres Betriebssystem, Algorithmussicherheit und Ökosystemsicherheit.

Die Plattformsicherheitsschicht bietet durch den IGX Thor-Chip eine unabhängige Sicherheitsinsel mit eigenem Prozessor, I/O, Stromversorgung und Taktgeber, die physisch vom Hauptrechensystem getrennt ist. Selbst bei einem Absturz des KI-Systems kann eine Notbremsung ausgelöst werden. Auf derselben Ebene befindet sich die Holoscan Sensor Bridge, die alle Sensordaten einheitlich in den sicheren Rechenbereich einspeist, eine latenzarme Synchronverarbeitung ermöglicht und das Sicherheitsniveau SIL 2 erreicht.

Die Schicht des sicheren Betriebssystems läuft mit Halos OS und unterstützt entweder reines Linux oder eine hybride Architektur aus Linux und QNX. Durch einen Hypervisor werden KI-Anwendungen von sicherheitskritischen Aufgaben isoliert, sodass Anomalien in KI-Anwendungen die Sicherheitssteuerungslogik nicht beeinträchtigen. Diese Schicht umfasst den Outside-In Safety Blueprint, der das Roboter-Verhalten aus einer Drittanbieter-Perspektive durch externe Kameras überwacht, um Fehleinschätzungen von Sensoren zu vermeiden.

Die Algorithmussicherheitsschicht bewertet und begrenzt die Verhaltenssicherheit des Modells in der physischen Welt, um zu verhindern, dass Fehlentscheidungen von visuell-sprachlichen Aktionsmodellen oder visuell-sprachlichen Modellen in gefährliche Aktionen umgesetzt werden. Die Ökosystemsicherheitsschicht hat durch das Halos AI Systems Inspection Lab die weltweit erste ISO/IEC 17020-Prüfqualifikation im Bereich der physischen KI erhalten. Zertifizierungsstellen wie TÜV Rheinland, TÜV SÜD, UL Solutions, SGS, exida und CertX erkennen die Prüfergebnisse an und helfen Unternehmen, den Zertifizierungsprozess zu vereinfachen.

Das Halos-Ökosystem hat sich auf 43 Partner erweitert, darunter das humanoide Roboterunternehmen Agility, Boston Dynamics, der Lidar-Hersteller Hesai Technology und das Sicherheitsroboter-Unternehmen FORT Robotics. Agility hat Halos bereits in den Digit-Roboter integriert, der in den Fabriken von Amazon, GXO und Toyota für Transport- und Logistikaufgaben eingesetzt wird.

Peggy Johnson, CEO von Agility, erklärte, dass Sicherheit in den Roboter eingebaut und auf Systemebene verifiziert werden müsse – dies sei eine Voraussetzung für den Einsatz humanoider Roboter in industriellen Prozessen. Deepu Talla, Nvidias Vizepräsident für Robotik und Edge-KI, betonte, dass die skalierte Bereitstellung von Robotern eine einheitliche Sicherheitsarchitektur erfordere. Nvidias ganzheitliche Robotik-Strategie umfasst Isaac Sim für Simulations-Training, das GR00T-Basismodell, das Cosmos-Weltmodell und Jetson Thor für Edge-Inferenz. Halos schließt die Lücke im Bereich Sicherheit und Zulassung.

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