de.wedoany.com-Bericht: Das Institut für Katalyse der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften (Институт катализа СО РАН) hat der Föderalen Dienst für Umwelt-, Technologie- und Atomaufsicht (Ростехнадзор) eine Mitteilung über den Abschluss der Bauarbeiten am Projekt der Sibirischen Ringphotonenquelle (СКИФ) übermittelt. Dies gab der Institutsdirektor Waleri Buchtijarow (Валерий Бухтияров) bekannt; das Projekt befindet sich nun in der Endphase.
Das Institut erklärte, dass die Aufsichtsbehörde nach der Übermittlung des Schreibens eine Vor-Ort-Inspektion durchführen und eine Schlussfolgerung über die Übereinstimmung der errichteten Infrastruktur mit den Planungsunterlagen ausstellen wird. Der Erhalt dieses Dokuments ist ein entscheidender Schritt vor der Erteilung der Betriebsgenehmigung für die Anlage.
Während des Baus wurden die Planungsunterlagen mehrfach überarbeitet; die endgültige positive Stellungnahme der Hauptstaatsgutachterstelle (Главгосэкспертиза) wurde am 17. April 2026 eingeholt, wie die Nachrichtenagentur Prime (Прайм) berichtet.
Pawel Logatschow (Павел Логачев), Direktor des Instituts für Kernphysik der Sibirischen Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften (Институт ядерной физики СО РАН), ergänzte, dass die entsprechende Verantwortungsprüfung im Juni stattfinden werde und die Schlussfolgerung der Aufsichtsbehörde vor Ende des Monats erwartet werde.
СКИФ ist eine Synchrotronstrahlungsquelle der vierten Generation mit einer Energie von 3 GeV. Sie wird auf einem 30 Hektar großen Grundstück in der Wissenschaftsstadt Kolzowo in der Oblast Nowosibirsk errichtet; der Umfang des Hauptbeschleunigerrings beträgt 476 Meter. Die Anlage wird es Forschern ermöglichen, die Struktur von Materie auf mikroskopischer und nanoskaliger Ebene zu untersuchen und eröffnet neue Möglichkeiten in Biologie, Medizin, Chemie und Energiewissenschaft.
Nach Expertenschätzungen wird СКИФ nach seiner Inbetriebnahme die hellste Synchrotronstrahlungsquelle der Welt sein. Auf einer Sitzung im Juni erörterte der russische Präsident Wladimir Putin (Владимир Путин) mit dem Minister für Wissenschaft und Hochschulbildung, Waleri Falkow (Валерий Фальков), den Projektfortschritt und betonte, dass diese russische Entwicklung vergleichbaren Anlagen in Frankreich, der Schweiz, Großbritannien und Italien voraus sei.
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