de.wedoany.com-Bericht: Amazon, Iridium, Telesat und Globalstar haben am Mittwoch dieser Woche gemeinsam die Gründung der SpaceConnect Association bekannt gegeben. Diese Branchenorganisation wird die Interessen von Betreibern nicht-geostationärer Satelliten (NGSO) in Bereichen wie Politik und Spektrumsmanagement vertreten.

David Redl, Geschäftsführer der Vereinigung, erklärte bei einem Medien-Roundtable am Dienstag, dass SpaceConnect sich für Wettbewerbsoptionen, offene Märkte, verantwortungsvolles Weltraummanagement und globale Gleichberechtigung einsetzen werde. Redl war zuvor Leiter der US-amerikanischen National Telecommunications and Information Administration (NTIA). Die Position der General Counsel übernimmt Julie Kearney, die zuvor als erste Direktorin des Space Bureau bei der US-amerikanischen Federal Communications Commission (FCC) tätig war.
Redl wies darauf hin, dass die vier Gründungsunternehmen bei Themen wie der äquivalenten Leistungsflussdichte (EPFD) gemeinsame Anliegen hätten, während bestehende Branchenverbände aufgrund ihrer konsensbasierten Arbeitsweise keine einheitliche Position bilden könnten, wenn die Mitglieder unterschiedlicher Meinung seien. Daher hätten sich diese Unternehmen entschlossen, gemeinsam SpaceConnect zu gründen, um die spezifischen Stimmen der NGSO-Satellitenbetreiber effektiver zu bündeln und zu vertreten.
Alle vier Mitglieder sind gleichzeitig Mitglieder des wichtigsten US-amerikanischen Satellitenbranchenverbandes, der Satellite Industry Association (SIA). Redl erklärte, dass SpaceConnect die besonderen Interessen der NGSO-Satelliten vertreten werde, während es gleichzeitig mit anderen Satellitenbranchenorganisationen zu breiteren Themen des Ökosystems zusammenarbeite.
SpaceX, der derzeit größte LEO-Betreiber, ist der Vereinigung nicht beigetreten. Redl sagte dazu, dass SpaceConnect einen Dialog mit SpaceX „absolut begrüßen" würde, und betonte, dass sich die thematischen Schwerpunkte beider Seiten unterschieden. Der Fokus der Vereinigung werde unter anderem auf EPFD – also der Spektrumsteilung zwischen geostationären (GEO) und NGSO-Systemen –, Spektrumsfragen im Vorfeld der Weltfunkkonferenz 2027 (WRC) sowie dem EU-Weltraumgesetz liegen. Redl ist der Ansicht, dass das EU-Weltraumgesetz eine Gesetzgebung zur Förderung des Protektionismus sei, und SpaceConnect werde sich dafür einsetzen, solche Hindernisse für offene globale Märkte zu beseitigen.
Die Vereinigung steht auch LEO-Betreibern außerhalb von Kommunikationsanwendungen offen. Redl erklärte, dass Themen wie offene Märkte und Orbitalmanagement auch für diese Betreiber relevant seien.
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