Russische IVA Technologies und das Russische Föderale Zentrum für forensische Untersuchungen arbeiten gemeinsam an Standards zur Erkennung von Deepfakes
2026-06-25 09:53
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de.wedoany.com-Bericht: Die IVA Technologies (IVA Technologies) und das Russische Föderale Zentrum für forensische Untersuchungen beim Justizministerium der Russischen Föderation (ФБУ РФЦСЭ при Минюсте России, kurz: Russisches Föderales Zentrum für forensische Untersuchungen) haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Beide Seiten werden ihre Experten- und Technologieressourcen bündeln, um gemeinsam wissenschaftlich fundierte Methoden zur Erkennung von Deepfakes zu entwickeln und einheitliche Standards und Kriterien für die forensische Untersuchung von Multimedia-Inhalten festzulegen.

Die Vereinbarung wurde von Viktor Petrov, technischer Berater von IVA Technologies, und Alexei Mamontow, Direktor des nach Professor A.R. Schljachow benannten Russischen Föderalen Zentrums für forensische Untersuchungen (ФБУ РФЦСЭ им. профессора А.Р. Шляхова при Минюсте России), auf dem 14. Internationalen Rechtsforum in St. Petersburg unterzeichnet.

Die beiden Seiten werden gemeinsam einen Entwurf für „Basisstandards für sichere Videokonferenzen in föderalen Exekutivbehörden" erarbeiten. Dieser Entwurf soll verbindliche Anforderungen für die Überprüfung von Videostreams von Teilnehmern mit hohem Zugriffsrecht, Verfahren zur Reaktion auf Identitätsfälschungsvorfälle (einschließlich Sperrung, Benachrichtigung und Aufzeichnung des Vorfalls für spätere Untersuchungen) sowie Empfehlungen für die Integration von Videokonferenzdiensten in bestehende Systeme (einschließlich einheitlicher Identitätsauthentifizierungssysteme und Verschlüsselungsschutzwerkzeuge) festlegen. Der Standardentwurf soll dem russischen Ministerium für digitale Entwicklung, Kommunikation und Massenmedien sowie dem Justizministerium als Empfehlungsdokument zur Prüfung vorgelegt werden und könnte in den föderalen Exekutivbehörden eingeführt werden.

Für russische Staatsbehörden sind Videokonferenzen ein zentrales Verwaltungsinstrument für Besprechungen, Schulungen und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit. Eine erfolgreiche Identitätsfälschung eines Videoteilnehmers könnte dazu führen, dass gefälschte Anweisungen als echt behandelt werden, insbesondere bei vielen gleichzeitigen Verbindungen ist das Risiko höher. Laut Daten von BI.Zone AntiFraud ist die Anzahl der Vorfälle im Zusammenhang mit Deepfakes im Jahr 2025 um das 2,3-fache gestiegen; nach Schätzungen von Experten der Sberbank könnte die jährliche Wachstumsrate solcher Angriffe in den kommenden Jahren 3000 % erreichen.

Alexei Mamontow, Direktor des nach Professor A.R. Schljachow benannten Russischen Föderalen Zentrums für forensische Untersuchungen, erklärte, dass die Unterzeichnung der Vereinbarung mit dem Technologieführer im Bereich Videokonferenzen von strategischer Bedeutung für das gesamte forensische System sei. Die Kombination der praktischen Erfahrung forensischer Experten mit modernster Technologie könne die Methoden zur Deepfake-Erkennung schnell verbessern und in die Architektur von Videokonferenzplattformen integrieren. Ziel sei es, eine zuverlässige Präventionsbarriere zu schaffen, Fälschungen in Echtzeit zu erkennen und die Sicherheit und das Vertrauen bei jedem Videoanruf zu gewährleisten.

Viktor Petrov, technischer Berater von IVA Technologies, erklärte, dass der Fokus in der Vergangenheit auf dem Schutz der Grenzen und der Verhinderung unbefugten Systemzugriffs lag. Die heutige Herausforderung habe sich jedoch in die Videokonferenzen selbst verlagert – Angreifer müssten nicht in die Infrastruktur eindringen, sondern könnten lediglich Deepfake-Technologie nutzen, um die Identität von Teilnehmern zu ersetzen. Dieses Risiko sei besonders bei großen Konferenzen und abteilungsübergreifenden Aktivitäten ausgeprägt. Daher müsse nicht nur die Sicherheit des Kommunikationskanals gewährleistet, sondern auch gelernt werden, die Authentizität des Videostreams selbst zuverlässig zu überprüfen.

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