Figma veröffentlicht Strategie gegen Homogenisierung von KI-Produkten
2026-06-27 15:01
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de.wedoany.com-Bericht: Das US-Unternehmen Figma hat auf seiner Jahreskonferenz „Config 2026“ vom 24. bis 25. Juni in San Francisco eine Strategie vorgestellt, die sich gegen die durch generative KI verursachte „Entpersonalisierung“ richtet. CEO Dylan Field erläuterte, wie KI-generierte Inhalte als „Rohmaterial“ und nicht als Endprodukt behandelt werden können, um Unternehmen vor Produkthomogenisierung zu bewahren.

Figma wies darauf hin, dass viele Unternehmen durch die breite Anwendung generativer KI vor der Herausforderung der Produktangleichung stehen. Da KI aus historischen Daten lernt, neigen ihre Ergebnisse zu Durchschnittlichkeit und mangelnder Einzigartigkeit, was den Differenzierungswert von Produkten auf dem Markt gefährden kann. Fields Ansatz besteht darin, KI nicht direkt das Endprodukt erstellen zu lassen, sondern Menschen die Feinabstimmung der KI-generierten Inhalte zu überlassen. Durch eine Mechanik, die es dem gesamten Team ermöglicht, die beim Umgang mit diesen Rohmaterialien erarbeiteten KI-Nutzungsmethoden und unternehmenseigenen Regeln zu teilen, wird individuelles Wissen in organisatorische Fähigkeiten überführt.

Laut Figmas KI-Umfrage 2026 geben über drei Viertel der Produktentwickler an, dass KI ihnen Arbeiten ermöglicht, die sie zuvor nicht erledigen konnten. Die gesteigerte individuelle Effizienz bringt jedoch neue Herausforderungen mit sich. Chief Design Officer (CDO) Loredana Crisan berichtete von Kundenrückmeldungen, wonach „KI die individuelle Arbeit enorm erleichtert, aber die Zusammenarbeit völlig unmöglich macht“. Da Teammitglieder ihre eigenen KI-Tools in ihrem eigenen Tempo nutzen, wird es schwierig, einen gemeinsamen Konsens zu bewahren, was zu einem starken Anstieg von Organisationen führt, deren Projekte ins Stocken geraten. CEO Dylan Field erklärte: „Die Technologie beschleunigt sich in einem noch nie dagewesenen Tempo, und wir stehen vor existenziellen Fragen zu Design und Kreativität.“ Die Auswirkungen von KI haben die Phase der „Steigerung individueller Effizienz“ überschritten und beginnen, die Teamarbeit selbst zu beeinflussen.

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Um der Fragmentierung von Teams und der Entpersonalisierung entgegenzuwirken, empfiehlt Figma eine Neubewertung von KI und Arbeitsbereichen. Konkret sollen KI-generierte Inhalte als „Rohmaterial“ betrachtet werden, das letztlich vom Menschen angepasst wird. Das Unternehmen stellte eine Reihe von Produkten vor, die diesen Ansatz widerspiegeln. Eine Schlüsselmethode ist die Schaffung einer Umgebung, in der Design und Programmcode auf demselben Bildschirm koexistieren. Bisher mussten von Designern erstellte Oberflächen von Ingenieuren manuell in Code übersetzt werden, ein Prozess, der aufgrund kognitiver Unterschiede zwischen den Berufsgruppen oft viel Zeit in Anspruch nahm. Die neue Umgebung kann den tatsächlichen Code direkt aus den Programmen lesen, die von Ingenieuren verwaltet werden, und ihn auf der Leinwand gleichzeitig ausführen und vergleichen, wodurch der Übersetzungsprozess entfällt und kognitive Unterschiede strukturell beseitigt werden. Darüber hinaus werden Animationen und komplexe Texturdarstellungen, die zuvor auf verschiedene Fachsoftware verteilt waren, in einem Raum integriert. Die von KI auf einmal generierten Bewegungen und Texturen ermöglichen eine detaillierte Feinabstimmung über Zeitleisten und Bedienhebel. KI-generierte Daten werden als „editierbares gemeinsames Rohmaterial“ verwaltet, das der weiteren Bearbeitung durch Menschen dient.

CEO Field betonte: „Code ist nicht länger der Gegensatz von Design, sondern ein Rohmaterial, das jeder nach Belieben formen kann, genau wie Textur und Farbe.“ Er fügte hinzu: „KI kann den Boden (das Minimum) der Kreativität senken, aber die Decke (das Maximum) muss der Mensch nach oben schieben.“ Im Zeitalter der Massenproduktion durch generative KI liegt der Schlüssel zur eigenen Differenzierung nicht in den durchschnittlichen Ergebnissen der KI, sondern in „dem Ausdruck, den der Mensch durch die Manipulation von Rohmaterial und das Überschreiten von Grenzen schafft“.

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