de.wedoany.com-Bericht: Caleras San Juan durchlief im zehnjährigen Planungszeitraum (2016 bis 2026) multiple Schocks wie makroökonomische Turbulenzen, Devisenkontrollen, hohe Inflation und die Pandemie. Der erste Ofen wurde schließlich 2018 in Betrieb genommen, drei weitere folgten 2021, 2024 und 2026. Die Hauptaktionäre des Unternehmens verzichteten in dieser Zeit auf Dividenden und konzentrierten alle Ressourcen auf Investitionen für nachhaltiges Wachstum.
Die größte Herausforderung war die Finanzierung des ersten Ofens. 2016 erhielt Caleras San Juan mit Unterstützung der Hauptlieferanten eine internationale Finanzierung mit einem jährlichen Zinssatz von unter 2 %, einer Laufzeit von zehn Jahren und einer zweijährigen tilgungsfreien Zeit. Dieses Darlehen deckte rund 35 % der Gesamtinvestitionen. Der lokale Ingenieuranteil wurde durch Banken und Kunden unterstützt. Finanzinstitute spielten eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des Gesamtplans des Unternehmens, das alle Verpflichtungen termingerecht erfüllte und sich schrittweise einen Ruf und Kreditwürdigkeit aufbaute.
Derzeit beträgt die Jahreskapazität von Caleras San Juan 600.000 Tonnen, um die exponentiell wachsende Kalknachfrage in Argentinien zu decken. In den nächsten 20 Jahren werden neue große Kupferminenprojekte zusätzlich über eine Million Tonnen Kalk benötigen. Bisherigen öffentlichen Informationen zufolge lag die Kalkproduktion in der Provinz San Juan bei etwa 1,2 Millionen Tonnen, doch aufgrund der von den Kalkproduzenten geplanten neuen Investitionen wird die Kapazität in den kommenden Jahren voraussichtlich 2,2 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen. Darüber hinaus wird der chilenische Markt zusätzliche Kalknachfrage generieren, da dieser Markt expandiert, um der Energiewende, der Elektromobilität, Rechenzentren und der durch Künstliche Intelligenz getriebenen Nachfrage gerecht zu werden.
Das Unternehmen gab an, die Marktdynamik genau zu beobachten, und sein Fachteam erstellt einen neuen Plan für den Zeitraum 2026 bis 2035. Die Unternehmenspolitik sieht vor, neue Öfen zu installieren, wenn die Nachfrage 80 % der installierten Kapazität erreicht. Dazu müssen die Gegebenheiten der kommenden Jahre vorhergesehen werden, um eine ausreichende Versorgung der aktuellen und potenziellen Kunden mit hochwertigem Kalk sicherzustellen. Im Kalkwerk Los Tilianes im Norden Argentiniens, an dem das Unternehmen beteiligt ist, wird ein großer Drehrohrofen gebaut, um die nordwestliche Region Argentiniens zu versorgen und die großen Kupfer- und Lithiumbergbauunternehmen mit Kalk zu beliefern.
Caleras San Juan befindet sich im vierten Jahr der ISO-Zertifizierung. Das Unternehmen muss sich regelmäßig rezertifizieren lassen, was Qualitätsmanagement, Umweltmanagement sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz umfasst. Diese Zertifizierungen sind für die Zusammenarbeit mit großen Unternehmen, die strenge Beschaffungsstandards anwenden, von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig treibt das Unternehmen ein Nachhaltigkeitsprojekt voran, das ein Photovoltaikkraftwerk mit einer installierten Leistung von 7 Megawatt umfasst, um alle seine Produktionsaktivitäten zu versorgen. Das Unternehmen hat außerdem 1.300 einheimische Pfefferbäume und Algarrobo-Bäume sowie 4 Hektar Olivenbäume gepflanzt, die alle mit Tröpfchenbewässerungssystemen zur Steigerung der Wassereffizienz ausgestattet sind.
Das Unternehmen positioniert sich als modernes und nachhaltiges Bergbauunternehmen. Die gesamte Produktion erfolgt mit weltweit fortschrittlicher Technologie, um mit geringem CO2-Fußabdruck hohe Kapazitäten zu erreichen. Derzeit werden vier in der Schweiz hergestellte MAERZ-Öfen betrieben, und fossile Brennstoffgeräte werden durch elektrische Geräte ersetzt. In den letzten zehn Jahren wuchs die Belegschaft von 100 auf über 300 Mitarbeiter, von denen 90 % aus den umliegenden Gemeinden stammen. Die Frauenquote liegt bei 22 %, über dem nationalen Durchschnitt, und beschränkt sich nicht auf Verwaltungspositionen. Drei Frauen bedienen MAERZ-Öfen, andere bedienen schwere Geräte und Maschinen, und die kaufmännische Leiterin des Unternehmens ist ebenfalls eine Frau.
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