Siemens und IFS kooperieren: Industrielle KI schließt den Kreislauf des Produktlebenszyklus
2026-06-30 10:55
Merken

de.wedoany.com-Bericht: Siemens und IFS haben eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben, um Herstellern mithilfe industrieller KI dabei zu helfen, technische Intelligenz mit der betrieblichen Realität zu verbinden und so den Produktwert sowie Produktionsanlagen zu optimieren.

Beide Unternehmen bündeln die Stärken von Siemens in den Bereichen industrielle KI, Engineering, Automatisierung und Fertigung mit den Fähigkeiten von IFS in industrieller KI, Enterprise Asset Management und Field Service. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die langjährige Diskrepanz zwischen Fabrikplanung und tatsächlichem Betrieb zu überwinden, die zu ungeplanten Stillständen, inkonsistenten Wartungsplänen, isolierten Produktionsdaten und Unterbrechungen in der Lieferkette führt – mit negativen Auswirkungen auf Ausbringungsmenge, Agilität und Gewinnmargen.

Hersteller stehen unter Druck, mit vorhandenen Anlagen mehr zu leisten – etwa höhere Produktionsmengen zu erzielen, Margen zu schützen und die Lebensdauer von Anlagen zu verlängern. Dennoch kommunizieren in vielen Unternehmen die Systeme für Produktion, Wartungsplanung und Lieferkettenmanagement nicht miteinander, was zu Brüchen zwischen technischer Planung, tatsächlicher Leistung und Servicestrategien führt.

Industrielle KI steht im Mittelpunkt dieser Partnerschaft. Siemens und IFS sind überzeugt, dass die nächste Stufe industrieller Leistungsfähigkeit durch die Verschmelzung von physischer und digitaler Welt geprägt sein wird. Dies hilft Herstellern, Planungsintentionen in betriebliche Realität umzusetzen und Betriebsrückmeldungen zur Verbesserung von Konstruktionen zu nutzen, um Innovationen zu beschleunigen. Der digitale Zwilling (Digital Twin) von Siemens liefert Kontextinformationen aus Engineering, Simulation und Fertigung, während IFS operative Lebenszyklusdaten wie Anlagenverhalten und Servicehistorie bereitstellt. Gemeinsam planen die Unternehmen die Schaffung eines geschlossenen digitalen Zwillings, der auf Planungsintention und tatsächlicher Leistung basiert und eine sichere, kontrollierte sowie prüfbare Bereitstellung in Konstruktion, Simulation, Serviceaufzeichnungen und Fabrikausführung ermöglicht.

Anders als allgemeine KI-Modelle erfordert die industrielle Umgebung hohe Genauigkeit, Zuverlässigkeit, Compliance und Anpassungsfähigkeit. Der auf industrieller KI basierende Ansatz von Siemens und IFS zielt darauf ab, diese Anforderungen zu erfüllen, da selbst geringe Fehlerquoten bei Entscheidungen, die Sicherheit, Compliance und Sachanlagen betreffen, nicht akzeptabel sind.

Tony Hemmelgarn, Präsident und CEO von Siemens Digital Industries Software, erklärte, dass industrielle KI nur dann Wert schaffe, wenn sie sowohl auf technischer Planung als auch auf tatsächlicher Leistung basiere. Durch die Partnerschaft mit IFS würden Daten aus Konstruktion, Fertigung und Anlagenlebenszyklus in einer sicheren und kontextualisierten Datenstruktur verbunden. Durch die Bündelung der Stärken industrieller KI könnten Kunden mit einem ausführbaren digitalen Zwilling befähigt werden, Innovationen selbstbewusst zu beschleunigen.

Mark Moffat, CEO von IFS, betonte, dass Hersteller eine Fertigung benötigten, die wie geplant funktioniere. Die Zusammenarbeit mit Siemens bringe zwei Unternehmen zusammen, die über entscheidende Puzzleteile verfügten. Agentische KI (Agentic AI) sei ein wichtiges Zukunftsfeld, und Industrieführer benötigten Lösungen mit geschlossenen Modellen und Daten, die in der realen Betriebsumgebung nicht halluzinierten. Die Integration der gemeinsamen Stärken im Bereich industrieller KI könne Herstellern helfen, den Kreislauf zwischen Planung und Realität zu schließen und messbare Leistungssteigerungen zu erzielen.

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com