de.wedoany.com-Bericht: Laut Softline wird der Markt für digitale Transformation in den VAE voraussichtlich von 1,57 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 3,29 Milliarden US-Dollar im Jahr 2030 wachsen. Die Investitionen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Bereiche Öl und Gas, Energie sowie Metallurgie, wobei KI-basierte Dienstleistungen und der Schutz industrieller Infrastruktur Priorität haben.
Die Ausgabenstruktur verlagert sich vom Kauf von Geräten hin zur Einführung intelligenter Dienstleistungen. Die Bereiche Künstliche Intelligenz und Analytik wachsen jährlich um 28,5 %, Cloud-Dienste um 20,2 %. Die Cloud-Infrastruktur macht weiterhin 70 % des Marktes aus, der Anteil hybrider Architekturen steigt jährlich um 24,9 %. Cybersicherheit ist zu einem festen Bestandteil der Budgets geworden. Aufgrund der Zunahme industrieller Cyberangriffe wird der Markt in diesem Bereich bis 2030 1,29 Milliarden US-Dollar erreichen.
Im Öl- und Gassektor fließen 9,2 % aller digitalen Investitionen des Landes in die Optimierung des Betriebs durch KI. Die ADNOC hat 1,76 Milliarden US-Dollar für Projekte bereitgestellt, darunter 920 Millionen US-Dollar für das Bohrloch-Digitalisierungsprogramm und 340 Millionen US-Dollar für die ENERGYai-Plattform. Der erwartete Effekt skalierbarer KI-Lösungen ist ein Mehrwert von 500 Millionen US-Dollar innerhalb eines Jahres. Im Energiesektor wird der Betreiber DEWA bis 2035 7 Milliarden AED (1,9 Milliarden US-Dollar) in die Modernisierung des Stromnetzes investieren. Bisher wurden 2,3 Millionen intelligente Zähler installiert und ein Fahrplan für den Übergang zu einem „Native-AI-Utility" gestartet.
Der Fertigungssektor treibt die Digitalisierung im Rahmen des Regierungsprogramms „Transform 4.0" voran, das bis 2030 die Schaffung von 100 „Industrie 4.0-Leuchttürmen" vorsieht. Zu den Unterstützungsmaßnahmen gehören ein Ökosystem für Industrieanwendungen im Wert von 5,5 Millionen AED sowie Finanzierungen über die Entwicklungsbank der VAE, die bis zu 70 % der Digitalisierungskosten abdecken können. Unternehmen, die ihre digitale Reife nach der ITTI-Methode bewerten lassen, erhalten einen Bonus von +5 % auf den nationalen Lokalisierungsindex, was ihre Erfolgschancen bei öffentlichen Ausschreibungen erhöht.
Der Markt hat sich von Pilotprojekten hin zu systematischen Beschaffungen mit klaren ROI-Kennzahlen entwickelt. Kunden kaufen Technologie nicht mehr um der Technologie willen, sondern investieren in Lösungen, die auf Hunderte von Bohrlöchern, Umspannwerke oder Produktionslinien skalierbar sind. Dies verändert die Anforderungen an Anbieter: Produkte mit dem höchsten Integrationsgrad, nachgewiesener Kompatibilität mit Industriestandards, lokalem Support und klaren ROI-Modellen werden bevorzugt. Für russische Unternehmen stellt dies sowohl eine Hürde (Anpassung an lokale Anforderungen) als auch eine Chance dar (Nischenlösungen mit schnellem Return on Investment sind gefragter als universelle Plattformen).
Der Markt entwickelt sich hin zu einem Modell, bei dem digitale Investitionen anhand ihres Returns bewertet werden. Unternehmen erwarten einen ROI von 200 % für ihre digitale Transformation. Dies verändert die Beschaffungslogik: Lösungen mit schnellem Return und klarem Bezug zu operativen Kennzahlen werden bevorzugt. Für Anbieter bedeutet dies eine steigende Nachfrage nach nachweislich wirksamen Nischenprodukten anstelle von Universalplattformen.
Alexander Roschkow, Direktor für internationale Geschäftsentwicklung bei Softline, erklärte, dass das Unternehmen in den VAE tätig sei, wo die Nachfrage nach Unternehmenssoftware, Cybersicherheitstechnologien und Fintech stabil sei. Sonderwirtschaftszonen wie die Dubai Internet City und der Abu Dhabi Global Market bieten 100 % ausländisches Eigentum, keine Devisenkontrollen und erhebliche Steuervorteile. Flaggschiff-Veranstaltungen wie GITEX, GISEC usw. bieten die Möglichkeit zur direkten Kommunikation mit C-Level-Führungskräften multinationaler Konzerne. Die Einrichtung eines Digitalministers und das neutrale Geschäftsumfeld spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, wobei die Wettbewerbsfähigkeit der Lösungen entscheidend ist. Die vertiefte Zusammenarbeit im Rahmen der BRICS sowie das Freihandelsabkommen zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion und den VAE stärken die Position zusätzlich. Letztendlich erhalten Softline und seine Kunden nicht nur Zugang zum großen lokalen Markt, sondern auch zu den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas, Indiens und Afrikas.









