Google DeepMind veröffentlicht Interactions API
2026-06-30 11:49
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de.wedoany.com-Bericht: Google DeepMind hat offiziell die Interactions API veröffentlicht, die Gemini von der Modellabfrage zur Agentenausführung weiterentwickelt. Diese API kann gleichzeitig Gemini-Modellaufrufe und Agentenausführungen über einen einheitlichen Endpunkt (Unified Endpoint) verarbeiten. Entwickler müssen lediglich die Modell-ID an Inferenzaufgaben und die Agenten-ID an autonome Aufgaben übergeben.

Bisher rief die API nach dem Senden eines Prompts lediglich das Modell auf und gab eine Antwort zurück. Die entscheidende Änderung der Interactions API besteht darin, dass die Rolle der API von der reinen Modellabfrage auf die Verwaltung von Agentenaufgaben erweitert wurde. Sie unterstützt nun in einem einzigen Ablauf Funktionen wie Agentenausführung, Aufgabenstatusverwaltung, Tool-Anbindung und Hintergrundverarbeitung.

Demis Hassabis, Mitbegründer und CEO von Google DeepMind. (Foto: Google DeepMind)

Die Funktion „Managed Agent" (Verwalteter Agent) hilft Entwicklern, mit einem einzigen API-Aufruf eine entfernte Linux-Sandbox zu erstellen. Der Gemini-Agent kann in dieser Sandbox logische Schlussfolgerungen ziehen, Code ausführen, im Web surfen und Dateien verwalten.

Die Interactions API kann gleichzeitig Gemini-Modellaufrufe und Agentenausführungen über einen einheitlichen Endpunkt verarbeiten. (Foto: Google DeepMind-Website)

Laut VentureBeat handelt es sich bei der Interactions API um eine einheitliche Schnittstelle, die konzeptionell dafür ausgelegt ist, dass große Sprachmodelle (LLMs) nicht mehr nur Textgeneratoren sind, sondern sich eher wie ein entferntes Betriebssystem verhalten. Dies bedeutet, dass sich Modelle von Werkzeugen, die nur Antworten generieren, zu Systemen wandeln, die mehrere Modelle aufrufen, wiederholte Aufrufe ausführen, Tools nutzen und sogar Backend-Code ausführen können.

In Bezug auf die Kosten speichert die Interactions API Konversationsverläufe und Aufgabeninhalte auf den Servern von Google. Entwickler müssen nicht jedes Mal denselben langen Kontext erneut senden. Bei Agentendiensten, die häufig große Dokumente oder lange Konversationsaufzeichnungen verwenden, können dadurch Token-Kosten und Antwortlatenzzeiten gesenkt werden. Für Kunden des kostenlosen Kontos werden Aufgabenaufzeichnungen einen Tag lang aufbewahrt, für zahlende Kunden bis zu 55 Tage. TechCrunch weist darauf hin, dass dies dazu beiträgt, den API-Status zu erhalten und die Preise zu senken. Unternehmen, die mit sensiblen Daten umgehen, müssen jedoch gleichzeitig die Datenverwaltung und den Datenstandort berücksichtigen.

Ali Chebik, Group Product Manager bei Google DeepMind, betonte auf der offiziellen Website, dass die Interactions API auf der Grundlage von Entwicklerfeedback entwickelt wurde und diese Ausrichtung auch nach der offiziellen Veröffentlichung nicht geändert wird.

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