de.wedoany.com-Bericht: Die portugiesische Regierung hat privaten Betreibern des öffentlichen Personennahverkehrs eine Subvention von 1.260 Euro pro zugelassenem Bus gewährt, um den Betriebsdruck durch die jüngsten Kraftstoffpreissteigerungen abzufedern. Die Maßnahme wurde am Montag im Diário da República (Amtsblatt der Republik) veröffentlicht.

Konkret handelt es sich um eine vorübergehende zusätzliche Beihilfe für schwere Fahrzeuge der Klassen M2 und M3, die zur Erbringung öffentlicher Personenbeförderungsdienste zugelassen sind. Sie beträgt 420 Euro pro Monat über einen Zeitraum von drei Monaten und wird in einer einmaligen Zahlung ausgezahlt. Die antragstellenden Fahrzeuge müssen über eine gültige obligatorische regelmäßige Prüfbescheinigung verfügen und beim Instituto de Mobilidade e Transportes (IMT, Institut für Mobilität und Verkehr) ordnungsgemäß registriert sein. Die Gesamtsumme der Subvention ist auf 15 Millionen Euro begrenzt, wird vom Umweltfonds (Fundo Ambiental) getragen und über das IMT abgewickelt, das für die Überprüfung der Berechtigung und die Auszahlung zuständig ist.
Das Dekret wurde von Staatsminister und Finanzminister Joaquim Miranda Sarmento, Umwelt- und Energieministerin Maria da Graça Carvalho sowie der Staatssekretärin für Mobilität, Cristina Maria dos Santos Pinto Dias, gemeinsam unterzeichnet. Das Dokument führt aus, dass die Maßnahme auf eine „Marktstörung“ abzielt, und zitiert eine Klausel: „Angesichts des starken Anstiegs der Kraftstoffpreise seit Ende Februar infolge des bewaffneten Konflikts im Nahen Osten gehen wir von einer Marktstörung aus.“ In den letzten Monaten haben die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zugenommen, und die Schließung der Straße von Hormus sowie die Schwankungen auf den internationalen Märkten haben den Ölpreis unter Druck gesetzt, was zu einem deutlichen Anstieg der Kraftstoffpreise führte.
Das Dokument weist darauf hin, dass Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs, insbesondere diejenigen, die im Rahmen öffentlicher Dienstleistungsverträge tätig sind, strengen vertraglichen Verpflichtungen unterliegen. Sie müssen unabhängig von zyklischen Änderungen der Betriebskosten das vereinbarte Dienstleistungsangebot, die Frequenz und das Serviceniveau aufrechterhalten. Diese festen Verträge erlauben weder eine Weitergabe der Kostensteigerungen an die Fahrpreise noch eine einseitige Reduzierung der Dienstleistungen. Interessierte Betreiber müssen einen Antrag beim IMT stellen. Die Subvention ist eine zusätzliche Finanzierung zu den bereits in diesem Jahr für das Programm Incentiva+TP bereitgestellten Mitteln. Sollte die Gesamtsumme der berechtigten Anträge die Obergrenze von 15 Millionen Euro übersteigen, wird das IMT die Zuweisungen an die einzelnen Begünstigten proportional innerhalb des Budgetrahmens anpassen.









