de.wedoany.com-Bericht: Die Niederlande führen ab dem 1. Juli für Fahrzeuge der Klassen N2 und N3 mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen (einschließlich Lastkraftwagen, Lieferwagen und einiger Pick-ups) eine streckenabhängige Maut ein.

Im Gegensatz zu den Nachbarländern Deutschland, Polen und Ungarn verlangen die Niederlande, dass die On-Board-Unit (OBU) stets eingeschaltet bleibt, auch wenn das Fahrzeug auf mautfreien Straßen unterwegs ist. Vor Fahrtantritt müssen Fahrer die ordnungsgemäße Funktion des Geräts überprüfen; eine ausgeschaltete oder defekte OBU kann zu Bußgeldern führen.
In den Niederlanden gibt es keine Einzelfahrkarten. Jedes Fahrzeug muss mit einer funktionsfähigen OBU eines autorisierten Mautanbieters ausgestattet sein. Betreiber werden aufgefordert, die Installation vor der Einreise abzuschließen; der landesweite Anbieter NedLinq verfügt über Abholstellen in Grenznähe.
Die niederländische Straßenverkehrsbehörde (RDW) teilte mit, dass die Anzahl der Fahrzeugausnahmen in den Niederlanden geringer sei als in den Nachbarländern und dass emissionsfreie Lastkraftwagen mit einem Gewicht von mehr als 4,25 Tonnen weiterhin mautpflichtig seien, jedoch zu einem reduzierten Satz. Nach Angaben der RDW werden die meisten Einnahmen aus dem Programm durch Subventionen für emissionsfreie Lkw und Ladeinfrastruktur wieder in den Straßengüterverkehr investiert.









